Viel Spaß beim ersten „Rudelsingen“

Albert Göken (rechts) gab zusammen mit Rudolph F. Nauhauser beim „Rudelsingen“ den Ton an.

Halver - „Das Konzept ist so: Wir fangen an zu spielen und ihr singt!“ Im Stile von Katrin Höpker, die mit offenem Singen große Veranstaltungssäle füllt, baten Albert Göken und Rudolf F. Nauhauser, Ehrenchorleiter und Saxophonist der Albert Singers, am Samstag in der Aula der Realschule zum „Rudelkaraoke“.

„Singen! Frei Schnauze“ war die vom heimischen Gospelchor organisierte Veranstaltung, die sich auf Anhieb zum Hit mauserte, überschrieben. Erfreulich groß war die Resonanz. Mehr Gäste, als beim ersten Mal erwartet, fanden sich zum Rudelsingen in heiterer Runde ein. Schief hin oder her: Es machte Spaß.

Zum Wohlfühlen hatte der Chor in der Aula eine gemütliche Atmosphäre geschaffen. Wer wollte, konnte Platz nehmen. Andere gruppierten sich um aufgestellte Stehtische und ließen ihrer Sangesfreude im Stehen freien Lauf. Kerzenschein, Kaltgetränke und Brezeln sorgten dafür, dass es an nichts fehlte.

Mit Albert Göken, der vom Klavier oder Akkordeon aus den Ton angab, hatten die Albert Singers einen tollen Motivator für das „Rudelsingen“ verpflichtet. Launig stellte der Gründer und langjährige Leiter des Gospelchors, der den Staffelstab mittlerweile bekanntlich an Matthias Ortmann weitergegeben hat, die ausgewählten Titel des Abends vor.

Erfolgreiche Premiere des "Rudelsingens"

Allseits bekannte Lieder wie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, die unverwüstliche „Lili Marleen“ - in der Version von Lale Andersen erster deutscher „Millionenseller“ - und der amerikanische Country-Song „Take Me Home, Country Roads“ von John Denver gehörten dazu.

Hand in Hand mit Rudolf F. Nauhauser, der den großen, bunt zusammengewürfelten Chor mit seinem einfühlsamen Spiel geschickt bei der Stange hielt, nahm der Borkener seine sangesfreudige Spontan-Sangesgemeinschaft mit sichtlichem Vergnügen „in die Pflicht“. „Super, ihr habt’s drauf!“, hieß es schon nach dem ersten, laut und fröhlich geschmetterten Song. Kein Problem, wenn einer mal nicht den richtigen Ton traf. Darauf kam’s nicht an und fiel „im Rudel“ auch gar nicht auf.

Für jeden fand sich in der Liedauswahl Albert Gökens ein Lieblingssong. Ob Udo Jürgens - mit „Griechischer Wein“ oder „Mit 66 Jahren“ gleich mehrfach im Programm - oder deutsches Volkslied („Die Gedanken sind frei“): Jeder wurde „bedient“. Vom Kinderlied, das in die kunterbunte Welt der Pipi Langstrumpf entführte, bis zum Shanty „Blow, Boys, Blow“, der den Sängerinnen und Sängern eine frische Brise um die Nase wehen ließ, reichte das bunte Kaleidoskop an bekannten und beliebten Ohrwürmern, die jeder kennt.

Mal weckten die Karaoke-Sänger in Afrika schlafende Löwen auf, mal feierten sie die Feste, wie sie fielen, und streckten „Die Hände zum Himmel“ aus. Zum leichten Ablesen wurden alle Texte auf einer Großleinwand eingeblendet. Vielen gingen die Liedtexte, weil schon sehr oft gehört, auch ohne diese Stütze automatisch über die Lippen. Am Ende waren sich alle einig: Wiederholung? Liebend gern! - Monika Salzmann

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