Preis nur zu 50 Prozent für Zuschlag maßgebend

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Der Weg für das Bahngelände ist jetzt vorgezeichnet.

HALVER ▪ Die Ausschreibung für das Bahngelände rückt näher. Die entsprechenden Parameter und Qualitätskriterien sowie die Bewertungssätze für die Investorenangebote und Zuschlagskriterien sind jetzt definiert.

So soll der Angebotspreis nicht ausschließlich maßgebend sein, sondern nur zu 50 Prozent. Die Verwaltung und der eigens eingesetzte Arbeitskreis Bahngelände legen ebenfalls Wert auf die städtebauliche und architektonische Qualität, die zu 30 Prozent den Ausschlag für den Zuschlag geben soll, das Nutzungskonzept zudem zu 20 Prozent. Die Politik soll am 21. Juni aber nicht nur diese Kriterien festlegen, sondern auch die grundsätzlichen Weichen stellen: „Der Rat beschließt die Verkaufsfläche für die Entwicklung auf dem Bahngelände in der Größe von zirka 4500 Quadratmetern entsprechend der Empfehlung aus der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes als Grundlage für die Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens zur Auswahl eines Investors“, heißt es in dem Beschlussvorschlag, der am 9. Juni vom Planungs- sowie Umwelt- und Abfallausschuss und am 17. Juni vom Hauptausschuss beraten wird.

Wie das Bahngelände künftig aufgeteilt und erschlossen wird, geht aus den erarbeiteten Parametern und Qualitätskriterien hervor.

▪ Einzelhandel: Die maximale Gesamtverkaufsfläche soll 4500 Quadratmeter betragen, „um großes Investoren-Interesse zu wecken“, womit der Empfehlung des Einzelhandelskonzeptes gefolgt wird (Lokalseite 4Ô). Hinzu kommen noch private Bauwerks- und Nebenflächen, private Grün-, Erschließungs- und Stellplatzflächen. „Mehrheitlich wird im Arbeitskreis die Auffassung vertreten, dass potenziellen Investoren freie Hand gelassen werden soll, welche Einzelhandelsnutzungen innerhalb der Vorgabe des Einzelhandelskonzeptes ansiedeln können.“

▪ Wohnen: Vorgesehen sind Mehrgenerationenwohnungen sowie barrierefreies Wohnen auf den restlichen Flächen.

▪ Öffentliche Frei- und Grünflächen: Da diese im Umfeld nach Ansicht der Verantwortlichen bereits vorhanden sind, soll der Flächenanteil „möglichst gering“ gehalten werden.

▪ Straßen: Das Bahngelände wird an die Südstraße, Tannenweg und die Bahnhofstraße in Höhe des Kulturbahnhofs angebunden (siehe Info-Kasten).

▪ Abbruch: Dem neu Entstehenden fallen folgende alte Bauwerke zum Opfer: das ehemalige Bauzentrum Lieder, Wohn- und Gewerbegebäude gegenüber dem Kulturbahnhof südlich des ehemaligen Aldi, die Laderampe am Kulturbahnhof, der Schuppen unterhalb der Hagedornstraße und eventuell weitere zur Verfügung stehende Gebäude.

▪ Altlasten: Als solche werden der Schrottplatz, die Bahnstrecke mit Ladestraße und das ehemalige Baumarktgelände definiert. ▪ Marco Fraune

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