Potenzial für Windkraft am größten

Für Windkraft sieht die Stadt in Halver das größte Potenzial.

HALVER ▪ Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben zahlreiche Politiker – nicht zuletzt auf kommunaler Ebene – ihre Position zur Atomkraft überdacht. Und so stellte nicht nur die Halveraner Grünen-Fraktion, sondern auch die CDU einen Antrag, der sich mit regenerativen Energiequellen befasst. Daraufhin hat sich die Stadtverwaltung umfassend mit diesem Thema beschäftigt.

Auf 19 Seiten erörtert der Fachbereich „Bauen und Wohnen“ unter anderem das Potenzial einzelner Energiequellen auf Halveraner Gebiet. Als nächstes wird sich der Planungsausschuss in seiner Sitzung am 25. Januar mit der Vorlage beschäftigen.

Um die Möglichkeiten einer alternativen Energiebeschaffung und -produktion aufzuzeigen, hat die Verwaltung die Felder Solar- und Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft und Windenergie näher betrachtet. Das Fazit überrascht mit Blick auf eine vom Energieversorger Enervie bereits 2011 vorgestellte Analyse kaum: Die Energiequelle mit dem in Halver größten Potenzial ist demnach die Windkraft. „Deren Nutzung könnte in Halver einen Beitrag zur verbindlichen CO2-Minderung damit zum Klimaschutz leisten“, heißt es in den Ausführungen der Verwaltung. Dafür bedarf es jedoch einer genauen Planung, die in einer Änderung des Flächennutzungsplans münden würde – so die Politik dies wünscht. In einem Ausschlussverfahren müsse geprüft werden, welche Standorte für neue Windkraftanlagen infrage kommen. Dabei schlägt die Verwaltung eine Standortsuche nach „Filterprinzip“ vor, in dem mehrere Kriterien – wie etwa die Nähe zur nächsten Siedlungsfläche oder Naturschutzvorgaben – berücksichtigt werden sollen.

Wie es in dem Bericht der Stadtverwaltung heißt, sollen jedoch auch in Sachen Photovoltaiknutzung weitere Reserven untersucht werden. Weiter beobachten wolle man zudem die Gewinnung von so genanntem Energieholz aus städtischen Waldflächen. Denkbar sei auch die Errichtung eines Holzschnitzel-Kraftwerks. Geothermie könne in Halver jedoch kaum wirtschaftlich betrieben werden und auch die Möglichkeiten der Wasserkraft in der heimischen Region seien fast vollständig ausgenutzt. ▪ Frank Zacharias

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare