Polizei geht von einem technischen Defekt aus

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Der Brandherd ließ sich nach den Löscharbeiten nicht exakt lokalisieren. ▪

HALVER ▪ Beamte der Kriminalpolizei und ein Brandsachverständiger haben einige Stunden lang den Brandort an der Straße „Weißenpferd“ unter die Lupe genommen. Hierbei hat sich ergeben, dass eine Brandstiftung auszuschließen ist, hieß es gestern von Seiten der Polizei. „Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet.“ Weitere Ermittlungen würden daher von der Polizei nicht mehr erfolgen.

Die Beamten hatten bereits am Donnerstagabend die Ermittlung zur Ursache des Brandes aufgenommen, der zu einem Großeinsatz der Feuerwehr führte. Gestern setzte die Kripo ihre Arbeit fort. Doch auch nach mehreren Stunden war unklar, wo genau das Feuer ausgebrochen war, erklärte Polizeisprecher Norbert Pusch im AA-Gespräch. „Das ließ sich nicht mehr lokalisieren.“

Weiterhin unter dem Eindruck der Geschehnisse stand auch gestern die Familie, die ihre Wohnung unterhalb der abgebrannten Werkstatt hat. Gemeinsam verfolgten sie die Arbeiten der Beamten. Wie Ordnungsamtsmitarbeiter Lutz Eicker erklärte, sei eine Unterbringung der Betroffenen nicht erforderlich gewesen. Der Mieter sei bei Bekannten untergekommen, die vierköpfige Familie Stoffer bei Verwandten beziehungsweise Bekannten.

Entwarnung konnte Eicker auch in puncto Gefahrenstoffe geben. Die Feuerwehr hatte während der Löscharbeiten mit speziellen Barrieren verhindert, dass auslaufendes Öl in den unterhalb des Gebäudes liegenden Löhbach fließt. Um zu klären, ob Schadstoffe in das Gewässer gelangten, wurde auch die Untere Wasserbehörde eingeschaltet. Doch das Ergebnis konnte die Verantwortlichen beruhigen. „Das Öl ist nicht in den Löhbach gelaufen“, teilte Ordnungsamtsmitarbeiter Eicker ein positives Ergebnis der Untersuchungen mit.

Für die Familie heißt es hingegen erst einmal, den Schock zu verdauen. Wie berichtet, ist in der Werkstatt am Weißenpferd laut Polizeiangaben ein Sachschaden in Höhe von rund 250 000 Euro entstanden. ▪ Marco Fraune

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