Jugendheimplatz: Stellplatzfrage zurückgestellt

+

Halver - Ob auf dem Jugendheimplatz weitere Pkw-Stellplätze geschaffen werden müssen, was sie kosten dürfen und wann das geschehen könnte – das alles ist offen.

Zur Diskussion im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen standen am Dienstag Kostenkalkulationen aus dem Bauamt und eine abgespeckte zweite Variante durch den Architekten Ulrich Wallmann. 

Den Prüfauftrag zur Schaffung zusätzlichen Parkraums hatten im Juni gemeinsam die Fraktionen von CDU, Grünen und UWG auf den Weg gebracht. Es geht um 13 bis 15 mögliche Stellplätze, die die Parksituation an der vorderen Frankfurter Straße entspannen könnten. 

Was technisch machbar ist, hatte die Verwaltung durchgerechnet und kam bei optimaler Nutzung der Fläche auf Kosten in einer Größenordnung von rund 230 000 Euro. Günstiger, aber auch mit etwas weniger und kleineren Stellplätzen fiel die Alternativplanung Wallmanns aus. Exakte Kostenangaben sind noch nicht möglich, weil keine Klarheit herrscht, welche Leitungen im möglichen Baufeld liegen. 

Deutlich machte Michael Schmidt, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, jedoch eines: „Wir haben nichts kaputtgerechnet.“ 

„Haben nichts kaputtgerechnet“

Ob die zusätzlichen Parkplätze tatsächlich nötig sind, bezweifelte im Ausschuss Vorsitzender Martin Kastner (SPD), doch einer grundsätzlichen Prüfung wollte sich in der Sitzung eigentlich niemand in den Weg stellen, um bei Bedarf reagieren zu können. Mehrere Entwicklungen seien abzuwarten. 

Dazu gehört unter anderem die Einstellung einer Politesse in städtischen Diensten, die verstärkt den ruhenden Verkehr beobachten und so Dauerparker verdrängen könnte, die Stellplätze für Kunden blockieren. Fünf Bewerbungen auf die ausgeschriebene Stelle liegen bereits vor. 

Außerdem ist die Stadt seit einigen Wochen Eigentümer des Gebäudes Frankfurter Straße 11. Nach dessen Abriss könnten auch dort zusätzliche Stellplätze eingerichtet werden. Die grundsätzliche Richtung im Fachausschuss aber war eindeutig. 

Nach der Eröffnung des Fachmarktzentrums am Bahnhof müsse der Einzelhandel mit Apotheken, Schmuckhandel, Optiker, Ärzten und Post Unterstützung erfahren, fasste Karl-Friedrich Osenberg stellvertretend für wohl alle Fraktionen das Ziel zusammen. „Ist das der richtige Standort?“ 

Dem stimmte auch Bürgermeister Michael Brosch zu. Die Frage im Grundsatz sei zunächst: „Ist dies der richtige Standort für die Parkplätze?“ Sei die beantwortet, ginge es um die wirtschaftlichste Lösung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare