Sanierung der Bergstraße in Oberbrügge

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Halver - Die Bergstraße in Oberbrügge und die Eugen-Schmalbach-Straße zum Berufskolleg Ostendorf rücken auf der Prioritätenliste der Straßenunterhaltung an erste Stelle. Davon überzeugte die Bauverwaltung am Dienstag den Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen, der damit die im Jahr 2016 aufgelegte Prioritätenliste komplett kippte.

Der Beschluss im Ausschuss fiel einstimmig, sodass wohl auch der Rat am Montag, 15. Mai (17 Uhr, Feuerwehrgerätehaus, Thomasstraße, öffentlich), diesem Votum folgen dürfte. Eigentlich wären nach alter Liste Teile der Südstraße und der Löhbacher Straße an der Reihe gewesen bei den sogenannten konsumtiven Maßnahmen, die allein aus dem städtischen Haushalt bestritten werden. Bei der Zuwegung zur Schule steht die Stadt Halver in der Unterhaltungspflicht, begründeten Fachbereichsleiter Michael Schmidt und Bürgermeister Michael Brosch den Vorschlag. Ein Abschnitt in einer Länge von 150 Metern sei in völlig desolatem Zustand. Etwa 50 000 Euro würde die Stadt in die Wiederherstellung der Fahrbahn investieren. 

Sanierung an Schule Ostendorf 

Etwa das Dreifache soll die Sanierung der Bergstraße in Oberbrügge kosten, die künftig den Bahnhofsvorplatz und die Park&Ride-Plätze des noch zu schaffenden Haltepunktes der Volmetalbahn erschließen würde. Mit dem Bau des Platzes verbunden wäre das Erfordernis, eine funktionierende Entwässerung zu schaffen, die in den Straßenkörper eingebaut werden müsse, wie Schmidt erläuterte. Hergestellt würde in diesem Fall der Abschnitt zur Volmestraße in Richtung Ahelle. 

An den Planungen für den Vorplatz wolle die Stadt festhalten, auch wenn der Haltepunkt wohl 2018 noch nicht von der Bahn angesteuert werden könne, macht Brosch deutlich. Unabhängig vom laufenden Planfeststellungsverfahren für zwei Bahnübergänge auf Kiersper Gebiet solle dieses mit Priorität bewilligte Projekt der Regionale 2013 umgesetzt werden. Das geschieht möglicherweise auch unabhängig von der Bahn, mit der man eigentlich gemeinsam die Arbeiten hatte vergeben wollen. So baut die Stadt in Oberbrügge noch in diesem Jahr. Die Bahn würde nachziehen im kommenden Jahr. 

Mittel fast aufgezehrt 

Doch die Verschiebung der verfügbaren Mittel produzierte erheblichen Diskussionsbedarf im Ausschuss. Denn von 250 000 Euro, die für die Straßenerhaltung in Halver in diesem Jahr insgesamt zur Verfügung stehe, sind allein damit rund 200 000 Euro gebunden. Mit den verbleibenden 50 000 Euro können marode Stellen allenfalls „gepatcht“ werden. Rund 25 Straßen stehen auf der „Patchliste“, die mit der Flickerei kaum besser, zumindest aber verkehrstüchtig werden sollen. 

Konsens im Ausschuss 

Es könne nicht sein, mahnte Andreas Hesse (CDU), dass städtische Straßen insbesondere im Außenbereich zerbröselten und es nicht möglich sei, mehr für deren Erhalt zu tun. Einen Antrag formulierte er letztlich nicht. Deutlich war allerdings, dass nicht nur parteiübergreifend, sondern auch mit der Verwaltung ein Konsens besteht, alle Möglichkeiten im städtischen Haushalt auszuschöpfen, um zu Verbesserungen zu kommen.

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