Politesse soll Dauerparker von Stellplätzen fernhalten

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Mehr Autos als Kunden. Grund für die Misere der Frankfurter Straße?

Halver - Um Dauerparker von Stellplätzen fernzuhalten, die der Halveraner Einzelhandel im Stadtkern braucht, steht die Stadt Halver offenbar vor der Einstellung einer Politesse, die in diesem Bereich Parkvergehen ahndet.

Das machte Bürgermeister Michael Brosch in der Ratssitzung am vergangenen Montag deutlich und konkretisierte den Stand der Überlegungen noch einmal im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger.

Umfang der Arbeit noch unklar

Demnach ist der Verwaltungsvorstand einig über eine solche Personalie. Unklar sei noch, in welchem Umfang die Beschäftigung erfolgen werde und mit welchen Kosten letztlich zu rechnen wäre.

Einnahmen für die Stadt Halver zu schaffen sei allerdings nicht das Ziel des Vorhabens, sagt der Bürgermeister. Es gehe darum, das Kurzzeitparken an der Frankfurter Straße und an der Bahnhofstraße durchzusetzen. Auch die Helle sei als Problemfall bekannt. Weiteres Thema seien Beschwerden, weil aufgrund falschen Parkens Müllfahrzeuge und auch Räumfahrzeuge nicht mehr die verhältnismäßig engen Wohnstraßen passieren könnten. Neuen Herweg, Rosenweg und Am Hang seien einige dieser Beispiele.

Auch auf der Bahnhofstraße ist das Parken auf eine Stunde beschränkt. Der Kontrolldruck hält sich allerdings in Grenzen.

Aus Erfahrungen des vergangenen Jahres, als ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes regelmäßig Knöllchen geschrieben habe, fühlt sich die Verwaltung ermutigt. Die Rückmeldungen der Geschäftsleute seien positiv gewesen. Die Verwarnungen hätten Wirkung gezeigt. Einzelhandel und Markthändler kritisieren seit Langem die unbefriedigende Stellplatzsituation in der Nähe der Geschäfte.

Aus personellen Gründen sei die Kontrolle zurzeit nicht mehr im früheren Umfang möglich, weil sich Arbeitsschwerpunkte verschoben hätten. Eine Verstärkung in diesem Bereich erscheine ihm daher sinnvoll, sagt Brosch, und zwar nach Möglichkeit noch in diesem Jahr.

Dabei dürfe es jedoch nicht dazu kommen, dass Beschäftigte in der Innenstadt, die auf den Wagen angewiesen sind, keinen Parkplatz mehr in der Nähe des Arbeitsplatzes fänden.

Kurzzeitparken am Jugendheimplatz?

Eine Rolle spielen könnte diese Überlegung, wenn es um eine Anfrage von CDU, Grünen und UWG geht, die im nächsten Fachausschuss diskutiert werden könnte: Die Anregung, einen Teil des Jugendheimplatzes zum Kurzzeitparken auszuweisen, um Stellplätze für Kunden zu schaffen. Zurzeit können die Stellplätze für Pkw dort uneingeschränkt genutzt werden.

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