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Wiese sorgt für Diskussionen im MK - Uneinigkeit bei Lückenschluss

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Von: Florian Hesse

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Lückenschluss durch Bebauung an der Heerstraße möglich.
Mehr Platz für Wohnbebauung: Diese Wiese in Ehringhausen könnte das hergeben. © Florian Hesse

Eine Wiesenfläche mitten in Ehringhausen soll Platz für neue Wohnbebauung bieten. Das ist das wesentliche Ziel eines Bebauungsplans, den der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auf den Weg gebracht hat.

Halver - „Bebauungsplan Nr. 56 ,Am Hägelchen – Schmiedestraße’ und Teiländerung des Bebauungsplanes Nr. 37 ,Schmittenkamp’ (Einleitung und frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit)“ lautet die korrekte Bezeichnung des Tagesordnungspunkts, mit dem im großen Stadtteil gleich mehrere Probleme gelöst werden sollen:

Zentrales Anliegen ist die Nutzbarmachung der genannten Wiese, die mit der Erschließung des Schmittenkamps nun von drei Seiten mit Bebauung umgeben ist. Nach Süden ist sie begrenzt durch die Heerstraße (Landesstraße 892).

Weiter regeln soll der Bebauungsplan den Bereich unterhalb des Schmittenkamps beziehungsweise von Teilen des B-Plans Schmittenkamp selbst: Die Schmiedestraße entspricht in ihrer jetzt vorhandenen Lage nicht den Festsetzungen im Plan.

Für einen Investor, der den Bau mehrgeschossiger Wohnhäuser im unteren Teil des Neubaugebiets plant, können jetzt die baulichen Festsetzungen in dem nach Norden stark hängigen Gelände entsprechend getroffen werden.

Völlig unstrittig ist das Vorhaben in der Politik nicht. Aus der Grünen-Fraktion gab es am Ende drei Gegenstimmen und eine Enthaltung. Bereits im Planungsausschuss hatte die Wiese als „Außenbereichsinsel“ für Diskussionen gesorgt. Bereits im Fachausschuss hatte Sina Löschke, sachkundige Bürgerin der Grünen-Fraktion, bei der Verwaltung eine gesamtstädtische Vision angemahnt, statt nun jede sich anbietende Fläche scheibchenweise einer baulichen Nutzung zuzuführen.

Ähnlich die Argumentation im Rat: Von einer „Salamitaktik“ sprach Uwe Leinung. Und ob eine unveränderte Wachstumsstrategie mit Nutzung aller verfügbaren Flächen das Ziel bleiben müsse, hinterfragte Jana Schrage.

Gegenwind für die Grünen gab es allerdings auch. Kämmerer und Erster Beigeordneter Simon Thienel, verantwortlich auch für die Bauleitplanung, gab den Vorwurf zurück. Die Grünen-Fraktion kapriziere sich selbst auf kleinteilige Vorhaben wie in diesem Fall an der Heerstraße oder aber im geplanten Gewerbegebiet Leifersberge. „Die Vision würde ich mir auch von Ihnen wünschen“, konterte Thienel in der Sitzung und stellte sich auch vor den Fachbereich 3 (Bauen und Wohnen), in dem viele Aspekte, die die Grünen nun einforderten, bereits in den Planungsprozess einfließen würden. „Ich finde Ihr Ansinnen richtig und wichtig, aber dass Sie dem Fachbereich die Visionen absprechen, ist nicht in Ordnung.“

Inhaltlich unstrittig bleibt das Vorhaben bei den weiteren Fraktionen. „Wenn man die Bebauung an geeigneter Stelle nicht möglich macht, kann man den Stadtteil auch nicht stärken“, befand Martin Kastner, Fraktionschef der SPD.

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