Schulanfangszeiten sollen unverändert bleiben

Das Berliner Büro Proziv war mit der Optimierung des Schülerverkehrs beauftragt worden – jetzt rudert das Unternehmen zumindest in Halver zurück. - Archivfoto: F. Zacharias

HALVER - Die öffentliche Gegenwehr hat sich offenbar gelohnt: Das Berliner Planungsbüro Proziv, das vom Märkischen Kreis mit der Optimierung des Schulbusverkehrs beauftragt wurde (wir berichteten), widerruft seine Vorschläge zu neuen Busfahr- und Schulanfangszeiten in Halver. Das geht aus einer im Internet veröffentlichten „Korrektur“ hervor.

Sämtliche bislang veröffentlichten Pläne sind damit hinfällig. Unter anderem war für Anne-Frank-Gymnasium und Realschule ein 20 Minuten früherer Unterrichtsbeginn gefordert worden. Doch nicht nur dieser Vorschlag, sondern auch die im Zuge der Änderungen aufgeführten neuen Busfahrzeiten sorgten in den vergangenen Monaten für Kritik von Lehrern und Eltern. Deren Vorwurf an Proziv: „Schlechte Arbeit.“ Aus einem Klärungsgespräch wurde der Proziv-Vertreter am 17. Januar mit der Bitte um nochmalige Prüfung des Konzepts entlassen. Mit dem nun für alle Beteiligten überraschenden Ergebnis, dass alles so bleiben soll wie bisher.

Wie es in der „Korrektur des konzeptionellen Ansatzes für den Raum Halver“ heißt, sind „die Busverkehre bei MVG und BRS bereits ausreichend gut auf die Schulzeiten abgestimmt“. Eine Optimierung des Busbedarfs sei insbesondere aufgrund der „flächigen Siedlungsstruktur und der Zwangspunkte durch einstrahlende Verkehre (Taktfahrten) nicht möglich“, heißt es in der Stellungnahme. „Eine Verschiebung der Schulanfangszeiten ist somit nicht notwendig.“

Einen Vorschlag unterbreitet die Proziv dann aber doch: Durch eine fünfminütige Unterrichtsverschiebung an der Susannenhöhe könne ein Kleinbus eingespart werden - ein Einspareffekt könne dadurch jedoch nicht erzielt werden. Denn: Die vorgeschlagene Maßnahme hat die MVG bereits zum Fahrplanwechsel am 4. Februar umgesetzt. So soll für die Schüler in Halver nach den jüngsten Proziv-Aussagen also alles beim Alten bleiben. Inwieweit sich der Märkische Kreis als Auftraggeber mit den zumindest in Halver letztlich wohl doch nicht möglichen Einspareffekten zufrieden gibt, wird sich zeigen. - Frank Zacharias

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