Radverkehrsnetz: Jahrelanger Prozess

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Planen und bauen für Straßen.NRW, finanziert unter anderem durch Straßen.NRW und Förderprogramm: So könnte Halver zu einem Radverkehrsnetz kommen.

Halver - Es dürfte ein Prozess über Jahre werden, wenn Halver die Innenstadt und die Umgebung für den Radverkehr erschließen will. Erster Schritt dazu soll der Auftrag sein, Planung und Konzeption eines Radverkehrsnetzes zu entwickeln.

Diesen Auftrag jedenfalls will sich die Verwaltung in der kommenden Woche im Ausschuss für Planung und Umwelt abholen. 

Ziel ist die Herstellung der Radwegebeziehungen in Nord-Süd-Richtung und damit nach Schalksmühle und Breckerfeld sowie nach Wipperfürth und Kierspe. In ostwestlicher Richtung sollen Lüdenscheid und Radevormwald besser erreichbar sein und die in den Nachbarkommunen vorhandenen Wegenetze besser angebunden werden. 

Förderprogramme auf Bundesebene

Eine Chance dazu biete die Tatsache, dass es eine Reihe von Förderprogrammen auf Bundesebene wie auch der Straßenbaulastträger gibt. Dazu zählt insbesondere Straßen.NRW. Der Landesbetrieb habe Planung und Bau von Radwegen auf der Agenda, sei aber aufgrund des enormen Einzugsgebiets nicht in der Lage, die erforderlichen Planungsleistungen zu erbringen, heißt es in der Vorlage für den Fachausschuss. Daher sei die Behörde dazu übergegangen, mit interessierten Kommunen Vereinbarungen über die se Leistungen bis hin zum Bau zu schließen.

Die Stadt Halver habe erste Gespräche dazu mit Straßen.NRW geführt und strebe eine solche Vereinbarung an. Damit würde die Stadt Planung und Bau von Radwegen übernehmen. Kostenträger bleibe Straßen.NRW. Damit entfielen zeitaufwendige Planfeststellungsverfahren und die Stadt habe Einfluss auf die Streckenführung für den Fall, dass eine Route nicht straßenbegleitend geplant werden kann. 

Ein bis zwei Jahre reine Planung

Sollte die Vereinbarung zum Tragen kommen, rechnet man in der Bauverwaltung für einen reinen Planungszeitraum von ein bis zwei Jahren einschließlich erforderlicher Verhandlungen über eventuellen Grunderwerb.

Weitere zwei bis drei Jahre könnte es bis zur Realisierung dauern, sofern Mittel in ausreichendem Maß verfügbar sind. Dies gelte ebenso für den Bau eines innerörtlichen Radwegenetzes, bei dem die Stadt Baulastträger sei und auch bei möglichen Fördermitteln immer ein Eigenanteil bei der Stadt verbleibe. 

Ausschuss für Planung und Umwelt, Mittwoch, 21. November, 17 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses, öffentlich.

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