Neue Awo-Kita in Halver

Eine Wundertüte Kita: Update zum Neubau von Awo und Stadt

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Ein paar Vorgaben gibt es für den Neubau der Awo-Kita Wundertüte am Sportplatz an der Mühlenstraße. Darunter die Außenfassade, die aus Holz sein soll. Ökologische Bauweise, Qualität und der Preis sind weitere Faktoren, auf die bei der Ausschreibung zu achten ist.

Halver - Die Awo-Kindertagesstätte Wundertüte an der Weststraße ist sanierungsbedürftig. Eine neue und größere muss her – und sie kommt. Wie sie aussehen soll, ist jetzt klar. Nur noch nicht, wer sie baut.

Der Ratsbeschluss ist von September 2019. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Awo bei der Errichtung eines Ersatzgebäudes für die sanierungsbedürftige Kindertagesstätte Wundertüte zu unterstützen und mit den erforderlichen Planungen am möglichen Ersatzstandort zu beginnen: auf dem Gelände des Sportplatzes an der Mühlenstraße. Damit die Kita im August kommenden Jahres den Betrieb direkt aufnehmen kann, muss es schnell gehen. 

Vorgesehen ist sowohl eine Modulbauweise und die Ausführungen einem Generalübernehmer für Planung und Ausführung zu übertragen. Eine Vorplanung des Gebäudes hat das Architekturbüro Eicker aus Halver angefertigt. Diese wurde im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am vergangenen Dienstag vorgestellt. Auf dieser Basis soll nun eine Ausschreibung erfolgen. 

Von oben: 1800 m² Außenspielfläche. Über die Parkplatzanlage wird nach der Vergabe entschieden.

Wichtig sei: „Wir müssen mit den Förderzahlen übereinstimmen“, sagte Michael Schmidt vom Bauamt der Stadt Halver. Weil das Landesjugendamt bereit ist, finanziell zu unterstützen, müssen auch genaue Vorgaben erfüllt sein. Unter anderem wurden bei der Vorplanung gemeinsam mit der Leitung der Awo-Kita, Sybille Haberland, sowie dem Kreisjugendamt Abstimmungen getroffen und festgelegt. Dazu zählt das Raumkonzept, bei dem Haberland genaue Vorstellungen hatte, wie Michael Schmidt sagte. 

Jede Gruppe bekommt eigene Räume

Jede Gruppe in der Kindertageseinrichtung soll sowohl einen Neben- als auch einen Differenzierungsraum erhalten. Auf der unteren Etage werden drei Gruppen untergebracht. Zwei gemischte Gruppen und eine Gruppe für die kleinsten Kinder – insgesamt 50 Kinder. Ebenso wird es auf der unteren Etage ein Elterncafé geben, das sich die Awo gewünscht hatte. Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit und führt ins erste Obergeschoss. Auch ein Stockwerk höher werden zwei weitere Gruppen eingerichtet mit jeweils 20 bis 25 Kindern. Auch der Bereich der heilpädagogischen Gruppe wird oben sein. 

Fotovoltaik auf dem Dach

Ganz oben, auf dem Dach, soll eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden. Berechnet werde noch, so Kämmerer Markus Tempelmann, ob die erzeugte Energie ins Netz zurückgeführt oder nur von der Kita mittels eines Speichers genutzt werde. Dazu werde es noch Gespräche geben –auch darüber, wem die Anlage letztendlich gehört, der Stadt oder dem Träger. Vorgabe ist die Anlage jedenfalls. Doch zu allererst muss gebaut werden. Weitere Vorgaben hinsichtlich Gestaltung, Oberflächen und Ausrüstung des Gebäudes werden sich nur auf das Notwendigste beschränken, wie es heißt. Wesentlich sei neben der Energieversorgung die Gestaltung der Fassade. Diese soll aus Holz sein.

Zur Sicherstellung einer transparenten Vergabe wurde eine Matrix entwickelt, die mit unterschiedlicher Gewichtung neben dem Preis, auch die Kriterien Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit bewertet. 60 Prozent macht der Preis aus, 20 die Qualität und ökologische Bauweise, jeweils zehn Prozent bewerten Terminierung und gestalterische Qualität. Die Neuordnung des Schulgeländes inklusive Bau einer Parkplatzanlage war nicht Gegenstand der Beschlussvorlage im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen. Darüber wird separat unter Abwägung der finanziellen Möglichkeiten nach Vergabe des Neubaus zu beschließen sein.

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