Piratenkinder entern im Badedress die Herpine

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Antonia (links) und Anna: „Es macht Spaß.“ ▪

HALVER ▪ Mit einer Wassertemperatur von 23 Grad Celsius im Waldfreibad Herpine wird schnell mal die 1000er-Besuchermarke geknackt. Wenn aber nach der Messung der Lufttemperatur nur 21 Grad Celsius zu Buche stehen und dann auch noch dunkle Wolken am Himmel entlang ziehen, kann von 2600 Besuchern, wie noch vor einer Woche, nur geträumt werden – selbst wenn der Freundeskreis Herpine mit einem Piratenfest lockt. Insgesamt 300 junge und ältere Badegäste kamen letztlich am Samstag, um an der gut organisierten Veranstaltung teilzunehmen.

Ein bisschen enttäuscht blickte Organisatorin Jessica Schmidt dann am Nachmittag schon auf das etwas spärlich gefüllte Becken. Ein Viertel der erhofften 400 Kinder machte ihr und auch Dieter Peukert vom Freundeskreis Herpine dennoch auch Hoffnung. „Es muss sich entwickeln. Daher sind wir nicht enttäuscht.“ Schließlich können die zahlreichen Ehrenamtlichen wenig dafür, wenn das Wetter ausgerechnet am Tag des Piratenfestes nicht mitspielen will.

Dabei wurde den kleinen und größeren Piraten einiges geboten. Mit einem Laufzettel ausgerüstet, konnten die jungen Teilnehmer nicht nur an verschiedenen Spielen und Attraktionen teilnehmen, sondern auch eine echte Schatzkiste gewinnen, in der Gutscheine und Playmobil nicht fehlen durften. Für die an den Stationen erhaltenen Goldtaler gab es außerdem Popcorn als leckere Belohnung.

Ebenfalls mit einer zuvor in der Herpine selbst gebastelten Schatzkiste machten sich Antonia (8) und ihre Freundin Anna (9) auf Tour. Gemeinsam mit den Eltern, die im Freundeskreis Herpine sind, trotzten sie den etwas kühleren Temperaturen, was sie aber ganz locker nahmen. „Es ist besser, wenn man im Wasser ist.“ Und das sei auch ihr Element.

Dies zeigte sich, als sie an einer Spielstation Schlauchboote enterten. Hier galt es, in die „Schiffe“ zu steigen, am Seil entlang sich Richtung anderer Beckenseite zu ziehen und wieder zurück. „Wenn man hinten ist, ist man richtig ausgepowert“, erzählte Anna.

Spiel und Spaß standen auch an anderen Stationen an: auf der Hüpfburg, beim Dosenwerfen oder beim Kinderschminken. Und einen enormen Vorteil hatte die geringere Besucherzahl in der Herpine dann doch, wie Jessica Schmidt am frühen Nachmittag bemerkte. „Viele Kinder spielen die Stationen doppelt und dreifach.“ ▪ Marco Fraune

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