Nur der Außenseiter sorgt für Furore

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Der FC Phoenix Halver (rotes Trikot) scheiterte im Kreispokal-Viertelfinale nur knapp an A-Ligist TuS Plettenberg. ▪

HALVER/SCHALKSMÜHLE ▪ Der Pokalwettbewerb hat sich in der laufenden Saison nicht als gutes und schon gar nicht als erfolgreiches Pflaster für die heimischen Fußballvereine erwiesen. Mit einer Ausnahme: Mit dem FC Phoenix Halver schaffte es ausgerechnet der klassentiefste Club aus Halver und Schalksmühle am weitesten, scheiterte am Samstag erst im Viertelfinale. Eine Bilanz:

Bezirksligist TuS Stöcken/Dahlerbrück strich bereits in der ersten Runde nach einer 2:5-Niederlage bei B-Ligist Karadeniz Werdohl die Segel. Richtig ernst schien der TSD den Wettbewerb aber ohnehin nicht genommen zu haben: Der Club vom Jahnplatz war mit einer besseren zweiten Mannschaft angetreten – und ohne Trainer. Felix Langerbein und sein Assistent Christian Preuß feierten am gleichen Tag die Titelverteidigung beim Langzeitturnier des TuS Ennepe.

Besser machte es dagegen der FC Azzurri Schalksmühle: Mit nur neun Mann angetreten, kämpfte das damals von Toni Di Donato betreute Team den neu gegründeten C-Ligisten FC Lüdenscheid mit 8:4 am Wehberg nieder. Ein weiteres Schützenfest folgte in Runde zwei, diesmal allerdings ohne Azzurri-Treffer: Am Jahnplatz setzte es eine 0:10-Klatsche gegen den SC Hellas Lüdenscheid.

Vier heimische Teams zogen kampflos in Runde zwei ein. Hier schieden A-Ligist TuS Grünenbaum (1:2 beim TV Wiblingwerde) und B-Ligist TSV Halver (2:6 beim TuS Versetal) jeweils gegen Gegner aus der untersten Spielklasse aus.

Der TuS Ennepe hingegen setzte sich gegen A-Liga-Kontrahent Türkgücü Lüdenscheid an der Friedrichshöhe 4:3 durch. In der dritten Runde hatte die Elf von Gerd Müller erneut Heimrecht, kam allerdings beim 0:5 gegen den Primus des Kreisoberhauses, den SC Lüdenscheid, arg unter die Räder.

Als Pokalschreck erwies sich dagegen lange Zeit der FC Phoenix Halver: Nach dem Freilos in Runde eins kämpfte der Aufstiegsfavorit der Kreisliga C1 den Werdohler B-Ligisten Eyüp mit 5:1 und A-Ligist SC Plettenberg mit 1:0 nieder und erreichte die Runde der letzten Acht. In einem erneuten Heimspiel an der Karlshöhe, auf Augenhöhe geführt, unterlag die Mannschaft von Giovanni Sanapo nach Verlängerung dem TuS Plettenberg, Tabellenzweiter der Kreisliga A, unglücklich 2:4. Die entscheidenden Tore fielen erst wenige Minuten, bevor es ins Elfmeterschießen gegangen wäre. ▪ Sven Prillwitz

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