Besitzer ist gefunden

Pfau Hannah kann wieder nach Hause

HALVER/LÜDENSCHEID ▪ Hannah hat sich verlaufen. Seit Monaten irrt sie umher. Auf der Suche nach ihrem Zuhause und ihren Freunden. Lebt in Lüdenscheider Vorgärten, wird von Anwohnern am Dukatenweg gefüttert und ist dort längst eine kleine Berühmtheit. Doch jetzt ist der Besitzer des hübschen Pfaus gefunden – und überglücklich.

Alles beginnt mit einem lauten Knall. Ein Bagger lässt etwas fallen. Hannah erschrickt so sehr, dass sie vor lauter Panik durch die Voliere fliegt. „Und dann war sie weg“, sagt Dieter Hoffmann. Der Halveraner hält mehrere Pfauen – das sei eine lange Tradition der Familie. Er liebt die prächtigen Vögel. Immer wieder suchte er nach Hannah – doch jeder Versuch, sie zu fangen, scheiterte. Dann schien der Pfau spurlos verschwunden. Bis jetzt. Bis Hans Peter Etienne sich bei den Lüdenscheider Nachrichten meldete. Ein Pfau lebe seit einigen Wochen am Dukatenweg. „Das Tier ist immer mal wieder aufgetaucht. Wir haben ihm Vogelfutter hingehängt“, erzählt er.

Hannah ist happy. Weit weg von ihrem Zuhause in Halver hat Hannah eine Unterkunft gefunden.

Und Hannah scheint es dort zu gefallen. Sie kommt nun täglich vorbei, um sich zu stärken. Sucht Schutz in der Krone einer großen Buche. Nachts geht sie gelegentlich zum Schlafen in den Schuppen eines Nachbarn. Doch mit den sinkenden Temperaturen steigt die Angst der Lüdenscheider Tierfreunde, dass dem Pfau etwas zustößt. „Also, die Vögel sind schon robust. Das wäre noch gut gegangen“, beruhigt Dieter Hoffmann. Aber natürlich ist der Halveraner überglücklich, dass „sein Mädchen“ gefunden ist. Heute kommt er vorbei, um Hannah einzufangen. Das ist übrigens der Name, den die Kinder vom Dukatenweg ihr gaben. Andere Nachbarn nannten sie auch Ilse. „Bei mir hat sie eigentlich gar keinen Namen“, sagt Hoffmann, freut sich aber gleichzeitig, dass sich die Lüdenscheider so gut um den Pfau gekümmert haben. „Das ist natürlich sehr nett, sie war in guten Händen.“

„Hannah ist hier eine richtige Attraktion“, sagt Hans Peter Etienne. Viele Spaziergänger blieben schon an seinem Vorgarten stehen, um sich den weißen, bunt-gescheckten Vogel anzuschauen. „Sowas gibt’s schließlich auch nicht alle Tage“, sagt er. ▪ Lisa Weber

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