„Von Franziskus I. kann man einiges erwarten“

Pfarrer Claus Optenhöfel.

HALVER - Der neue Papst ist gewählt. Kardinal Jorge Mario Bergoglio ist das Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken. Völlig überrascht von der schnellen Entscheidung, aber auch voller Hoffnung ist der heimische Pastor Thorsten Rehberg von der Großpfarrei „Christus König“. „Ich bin so froh, dass es diesmal kein Europäer ist. Genau das habe ich mir gewünscht“, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung.

Er bereitete sich grade auf die Messe vor, als im Vatikan weißer Rauch aufstieg. „Wir haben dann direkt für ihn gebetet, obwohl wir noch nicht wussten, wer es nun ist.“ Pastor Thorsten Rehberg ist sich aber sicher: Von Papst Franziskus I. kann man einiges erwarten. Denn es koste unheimlich viel Mut, einen Namen zu wählen, den niemand vor ihm hatte. „Endlich ist mal jemand von der Basisarbeit an der Spitze und keiner, der im diplomatischen Dienst groß geworden ist.“ Als Seelsorger kenne Franziskus I. die Nöte und Sorgen der Menschen. Er habe große Hoffnungen und eine riesige Neugierde. Besonders sympathisch sei das Auftreten des Argentiniers gewesen, so habe er mehrmals gelächelt und sehr bescheiden gewirkt. Aber: Man dürfe ihn jetzt nicht vorzeitig „einordnen“, sondern sollte erstmal seine Taten abwarten. Er habe gehört, dass der neue Papst ungerne verreist, das sei seiner Meinung nach aber kein Hindernis. Im Gegenteil: „In den vergangenen Jahren hat sich im Vatikan eine kuriale Behäbigkeit eingeschlichen. Ich hoffe, dass er dort für frischen Wind sorgen kann und dass sich das positiv auf die Menschen vor Ort auswirkt.“

Ähnliche Hoffnungen hat auch der Halveraner Pfarrer Claus Optenhöfel. Auf ihn wirke der neue Papst freundlich und unkompliziert. „Ich finde es sehr spannend, dass er Franziskus heißt.“ Es passe dazu, dass Kardinal Jorge Mario Bergoglio aus Lateinamerika stamme. Der Name könne auf eine Ausrichtung für die Armen stehen - und es wäre gut, wenn sich das bewahrheite. Aber: „Lassen wir das erstmal auf uns zukommen und schauen mal, wie er sich in Rom einbringen kann und wird.“ - Lisa-Marie Weber

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