Beschlüsse zum Entwicklungsprozess

Pfarrei Christus König stellt Weichen bis 2030

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Die Kirche Christus König ist die größte in der gesamten Pfarrei und wird nach Einschätzung der Gremien auch dauerhaft benötigt. Damit genießt sie Bestandsgarantie. Gebäudebestand abbauen wird die Pfarrei auf Sicht in Oberbrügge und Hagen Dahl.

Halver - Die Pfarrkirche Christus König sowie das Pfarrer-Neunzig-Haus sind in der Zukunftsplanung der katholischen Gemeinde gesichert. Dies gilt auch für den allergrößten Teil der Gebäudesubstanz in der gesamten Pfarrei Christus König.

Am vergangenen Samstag haben die zuständigen Gremien – der Pfarrgemeinderat mit Blick auf pastorale Aufgaben und der Kirchenvorstand, zuständig für Finanzen – einstimmig die Beschlüsse zum Pfarreientwicklungsprozess gefasst. 

Sie werden kurzfristig dem Bistum Essen vorgelegt. Mit einer Bestätigung durch Bischof Franz-Josef Overbeck rechnet Pfarrer Claus Optenhöfel etwa für das kommende Frühjahr.

Erhebliche Auswirkungen 

Dieser Prozess werde erheblich in das Gemeindeleben der etwa 8000 Katholiken in Halver und Schalksmühle, Breckerfeld und Hagen-Dahl hineinwirken, vermutet Optenhöfel. Die Details werden nach der Bestätigung durch das Bistum in den Gemeinden kommuniziert. 

Bei den Überlegungen geht es um Kostenreduzierungen aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und damit auch Kirchensteuereinnahmen. Doch der Sparkurs wird nicht derart schmerzhaft wie möglicherweise befürchtet, macht Optenhöfel im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger deutlich. 

Die finanzielle Situation der Pfarrei sei bei gleichzeitiger günstiger Gebäudesituation gut: „Wir müssen einsparen, können aber auf kurzfristigen und willkürlich scheinenden Abbau verzichten.“ 

Bei den Gebäuden zur Disposition stehen in Oberbrügge die Kirche St. Georg mit allerdings guter Substanz und demzufolge geringen Unterhaltungskosten, außerdem die auslaufende Kita am Glockenweg mitsamt dem „Pfarrheim“. 

Ökumenische Zusammenarbeit stärken

In Dahl stehen die Zeichen auf ökumenischer Zusammenarbeit mit künftiger gemeinsamer Nutzung der evangelischen Dorfkirche. Die verstärkte ökumenische Kooperation wird das Gemeindeleben in der Zukunft deutlicher prägen, erwartet Optenhöfel. 

In personeller Hinsicht sei vorgesehen, etwa ab 2024 beim Ausscheiden beispielsweise von Küstern, Kirchenmusikern oder Gemeindeabgestellten zu prüfen, ob eine Reduzierung sinnvoll und möglich ist. Insgesamt sieht der Halveraner Pastor aber mit Zuversicht in die Zukunft: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

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