Blues Legende im Werkhof

+

Halver - Nach allen Regeln der Kunst – laut, kraftvoll und dynamisch – „pustete“ die Peewee Bluesgang, die seit 40 Jahren auf der Bühne steht und zur Crème de la Crème der Bluesrock-Bands Europas gehört, ihren Fans am Freitagabend in der Stage-Halle im Werkhof die Ohren durch.

Auf Einladung des Livemusikclubs begeisterte die Band aus Iserlohn, die bereits live im Rockpalast und im Fernsehen auftrat, mit Rhythm & Blues in ursprünglicher, mitreißender Form. In der Besetzung Richard Hagel (Lead Vocal), Thomas Hesse (Guitar), Martin Siehoff (Drums) und Udo Gersdorf (Bass) heizten die Peewee’s ihrem Publikum ein. Die Urgesteine: Richard Hagel, der ausdrucksstarke Sänger mit dem besonderen Charisma, und Gitarrist Thomas Hesse, aus dessen Feder viele Songs der Kultband stammen. Dass Eric Clapton und Jimi Hendrix, dessen „Hey Joe“ unter das Programm der Gruppe ein dickes Ausrufungszeichen setzte, zu Hesses Vorbildern gehören, war unschwer zu erkennen. Faszinierend, wie er seine E-Gitarre „zum Sprechen“ brachte und ihr halsbrecherische Soli entlockte.

Keine Frage: Auch der Rest der Band hielt in jeder Hinsicht mit. Dass sie den Blues leben, unterstrichen die vier Profis, die in ihrer eigenen Liga spielten, mit jedem Song. Aufleben ließen die Iserlohner, die als Kulturbotschafter ihrer Heimatstadt schon des Öfteren in Iserlohns Partnerstädten in Polen, Ungarn und Russland unterwegs waren, Erinnerungen an ihr 2014er-Live-Konzert in der Balver Höhle. Von der daraus entstandenen CD „Peewee Bluesgang – Bootlegged in Balve“ stammten viele Songs des begeistert gefeierten Konzerts. Titel wie „Too Much Soul“, „Saturday Night“, „German Rock’n’Roll Band“ oder „Tikki Bar Is Open“ stammten von dem jüngsten Album der Band, die insgesamt 18 Tonträger – darunter das Konzeptalbum „Boudoir De Luxe“ mit Blues, Pop-Rock und Latin – vorweisen kann.

Kleine Geschichten rund um die Liebe

Kleine Geschichten rund um die Liebe mit ihren Höhen und Tiefen erzählten die vier Bluesgang-Mitglieder passend zum knackigen, kompromisslosen und unter die Haut gehenden Sound der Instrumente. Mit ungebremster Spielfreude, Power und Leidenschaft zelebrierten sie ihre Musik und nahmen ihr Publikum in gemütlicher Clubatmosphäre zu einer prickelnden Reise zu den Wurzeln von Blues und Rock mit. Mit seiner offenen, einnehmenden Art suchte und fand Frontmann Richard Hagel, dessen markante Stimme ein Aushängeschild der Bluesrocker war, auf Anhieb den Kontakt zum Publikum.

Zwischen ihren facettenreichen Eigenkompositionen fanden die vier Musiker auch Zeit, den ein oder anderen Großen zu beehren oder ruhige Töne anzuschlagen. Bei „California“ zeigte sich die Band von ihrer sanften Seite. Bei „Sunshine Of your Love“ setzte die Band einen der bekanntesten Songs der britischen Rockband „Cream“, die häufig als erste Supergroup der Rockgeschichte bezeichnet wird, auf ihre Hitliste. Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker ließen grüßen bei dem bekannten, famos umgesetzten Kultsong.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare