Wechsel in Halver

Pastor verlässt FeG - Nachfolge ist geregelt

Johann Schick, FeG Bever, Pastor
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Johann Schick verlässt Halver Richtung Ostwestfalen. In Extertal im Kreis Lippe tritt er am 1. September eine neue Pastorenstelle in der dortigen Gemeinde an.

Nach einigen Jahren verlässt er als Pastor die Freie evangelische Gemeinde. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt etwas anderes zu machen, sagt Johann Schick. Die Nachfolge ist bereits geklärt.

Halver – „Wir lassen einen großen Teil unseres Herzens zurück. Es war für uns als Familie eine prägende Zeit.“ Ende des Monats verlässt Johann Schick, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Bever, Halver Richtung Ostwestfalen.

Am 1. September tritt er in Extertal im Kreis Lippe eine neue Pastorenstelle in der dortigen Gemeinde an. Unterstützung bei seinem Dienst erhält er künftig von einem Jugendpastor.

Neuer Pastor ab 1. September

In Bever wird ihm Hans-Peter Helm, der derzeit noch in der Schweiz lebt, nachfolgen. Von der FeG Birsfelden wechselt der Pastor zur FeG Bever. „Er ist schon berufen.“ Auch Hans-Peter Helm tritt seinen Dienst am 1. September an.

In Tadschikistan geboren und im Lahn-Dill-Kreis aufgewachsen, trat Johann Schick nach seinem Studium in Ewersbach 2009 in Halver seine erste Stelle an – damals noch als Jugendpastor zu 50 Prozent in der FeG Halver und in der FeG Bever.

Ich hätte es mir so nicht ausgesucht. Meine Wünsche waren anders.

Johann Schick, Pastor

„Ich hätte es mir so nicht ausgesucht. Meine Wünsche waren anders“, gibt er zu. Gerne hätte er eine Stelle in der Nähe seiner Ehefrau Juliane, die damals noch Medizin in Gießen studierte, angetreten. Drei Jahre währte die Zeit der Fernehe. Im Nachhinein erwies sich der Weg nach Halver jedoch als glückliche Fügung. „Das war genau das Richtige für uns“, weiß Johann Schick heute. Der große Wechsel kam für ihn 2014, als sein Vorgänger Jochen Schmidt nach Würzburg ging und die Gemeinde mit der Frage an ihn herantrat, ob er nicht als hauptamtlicher Gemeindepastor in der FeG Bever tätig sein möchte – just im Jahr des 150-jährigen Bestehens der Gemeinde.

Seither hat er in der Gemeinde und in Halver viel Schönes erlebt. „Die Zusammenarbeit der Kirchen hier ist eine große Bereicherung“, sagt er. Auch persönlich, bei den drei sehr schwierigen Schwangerschaften seiner Frau, war ihm die Gemeinde eine unentbehrliche Stütze. „Leute aus der Gemeinde haben für uns gekocht und auf die Kinder aufgepasst“, erzählt er. „Das füreinander Einstehen und die Not des anderen zu sehen, war schon besonders. Das hat getragen in dieser Zeit.“ Seine drei Söhne sind mittlerweile fünf, vier und zwei Jahre alt.

Für ihn ist jetzt der richtige Zeitpunkt

Für einen Wechsel sieht Johann Schick zum jetzigen Zeitpunkt, vor der Einschulung seines Ältesten, den richtigen Zeitpunkt gekommen. Die Entwicklung der Gemeinde in den letzten zwölf Jahren sei sehr schnell verlaufen. „Der große Jugendkreis wurde Teil der Gemeinde mit teils anderen Veranstaltungen.“ Mit der Frage, ob er für die weitere Zukunft der Gemeinde noch der Richtige ist, beschäftigte er sich schon länger – und entschied sich für eine Veränderung.

Dass die Gemeinde mit Hans-Peter Helm einen geeigneten Nachfolger gefunden hat, freut ihn sehr. „Der Wechsel genau in dieser Zeit ist gut.“ In Ostwestfalen, wo er sich ein Haus gekauft hat und eine größere Gemeinde übernimmt, ist Schick gut aufgenommen worden. Der Herausforderung ist er sich bewusst. „Ich liebe den Job, auch wenn er manchmal herausfordernd ist“, sagt er. „Ich bin nicht der große Hirtentyp, sondern jemand, der Menschen in die Eigenständigkeit führt.“ Er liebt es, wenn Menschen plötzlich Dinge machen, von denen sie nie gedacht hätten, dass sie so etwas können. Am 27. Juni werden Johann Schick und seine Familie in der FeG Bever verabschiedet. Beginn des Gottesdienstes ist um 10 Uhr.

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