Pasta statt Fast-Food

Beate Segieth (Mitte) und Ute Finke freuen sich, dass das Essen gut angenommen wird.

HALVER - Es duftet verführerisch – und sieht nicht minder lecker aus: Tortellini in Sahnesoße mit Tomatensalat und anschließend Schokoladenpudding stehen heute auf dem Speiseplan im „Café Pixel“. Von Kerstin Zacharias

Und schon stürmen die ersten Schüler an die Theke, bezahlen ihr Essen und nehmen die Teller entgegen. Schnell sind alle Tische besetzt und bei leisen Gesprächen ist lediglich das Klappern des Bestecks zu hören. Beate Segieth, Schulleiterin der Lindenhofschule, nimmt‘s zufrieden zur Kenntnis: „Das scheint ihnen doch zu schmecken“, freut sie sich – und das nicht ohne Grund. Immerhin stammt das Essen aus der Küche „ihrer“ Schule, Köchin Claudia Dossow zeichnet einmal mehr dafür verantwortlich.

Seit Ende vergangenen Jahres hat die Lindenhofschule somit nicht nur die Versorgung ihrer eigenen Schüler sowie der Kinder der Grundschule „Auf dem Dorfe“ übernommen, sondern auch die der Gymnasiasten. Zwei Mal in der Woche, wenn am Anne-Frank-Gymnasium der Nachmittagsunterricht stattfindet, werden mindestens 20 Essen an die Kantstraße geliefert, insgesamt müssen Dossow und ihre Hilfskraft an diesen beiden Tagen 120 Mahlzeiten zubereiten. Doch die Resonanz von Seiten der Eltern und Schüler ist gut, weiß Segieth.

Schon vor fast zwei Jahren hatten die Verantwortlichen der beiden Schulen die Idee der Zusammenarbeit, bis zum Umbau der Lindenhofschul-Küche war dies organisatorisch jedoch nicht zu bewältigen. Und auch die Anschaffung eines zweiten Ofens von Seiten der Schule machte die zusätzliche Arbeit erst möglich. „Nach den Herbstferien haben wir dann eine Probephase begonnen, seit Anfang des Jahres läuft die Sache nun ganz offiziell“, erzählt Segieth weiter. Nicht zuletzt dank des Einsatzes vieler Eltern, die ein gesundes Mittagessen für ihre Kinder wollen, sei die Zusammenarbeit gut angelaufen. „Natürlich ist es schwieriger, älteren Schülern, die auch in die Stadt gehen können, ein Essen schmackhaft zu machen als Grundschülern.“ Daher starteten die Verantwortlichen bereits eine Umfrage unter den Gymnasiasten im Hinblick auf ihre kulinarischen Vorlieben. „Und so versuchen wir auch, bei der Erstellung des Wochenplans flexibel zu reagieren“, lobt Segieth die gute Zusammenarbeit mit den Damen des Café Pixel. Alle Beteiligten hoffen nun, dass die Nachfrage unter den Schülern weiter steigt, denn: „Hier werden sie nun einmal besser ernährt als mit Fast-Food.“

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