Großbaustelle in Oberbrügge

Größte und teuerste Baustelle am Nocken - das passiert dort

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Was wo angeschlossen werden muss, ist in bunt auf Asphalt festgehalten.

Oberbrügge - Halvers zurzeit größte und teuerste Baustelle in Oberbrügge schreitet voran: der Kanalbau am Nocken in Oberbrügge. Aber wie sieht es dort derzeit aus?

Der Kanalbau, der derzeit im Wesentlichen in der Wohnstraße Am Nocken stattfindet, soll nach Abschluss der Arbeiten der Entlastung des überforderten Abwassersystems im wachsenden Ortsteil dienen. 

Im Kern geht es um das Abstellen der hydraulischen Überlastungen der Abwasseranlagen in der Heerstraße und im Bereich Am Nocken. Dies ist zugleich die letzte Maßnahme aus den Planungen zur Beseitigung der hydraulischen Missstände im öffentlichen Abwassersystem aus dem Zentralen Abwasserplan Oberbrügge. 

Zwei Bauabschnitte 

Alle anderen Maßnahmen sind fertiggestellt. Die Baumaßnahme „Kanalbau Am Nocken“ besteht aus einer ganzen Reihe aufeinander abgestimmter Maßnahmen, welche in zwei Bauabschnitten erfolgt. 

Bauausführende Firma ist das Tiefbauunternehmen Adolf Koch.

Im ersten Abschnitt geht es um den neuen Mischwasserkanal am Nocken, die Sanierung der vorhandenen Hausanschlüsse, die Errichtung eines Regenüberlaufbauwerks für Starkregenereignisse, den Neubau einer Entlastungsleitung einschließlich Entlastungsbauwerk in die Volme, die Errichtung von Regenwasserleitungen und die Weiterführung der bereits im Zuge einer anderen Maßnahme angefangenen Gewässerverrohrung. 

Hierbei ist ein oberhalb der Heerstraße befindlicher namenloser Siepen im Bereich Heideweg im Zuge der Maßnahme von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln. Die Vorflut dieses Gewässers ist verrohrt der Kleinen Schlemme zuzuführen. 

4,80 Meter tief liegen die Rohre in der Straße.

Hinzu kommt die Querverbindung des Mischwassersammlers vom Nocken zur Straße Auf der Volme. Der so beschriebene erste Bauabschnitt soll 2020 abgeschlossen sein und geht dann über in den zweiten Bauabschnitt, mit Weiterführung des Mischwasserkanals bis zur Heerstraße und Ankopplung des Mischwasserkanals Heedheide. Ebenso erfolgt im zweiten Bauabschnitt die Weiterführung der Gewässerverrohrung durch die Heerstraße bis in den Heideweg. 

Alles soll 2021 abgeschlossen sein

Das geschieht voraussichtlich in geschlossener Bauweise im gesteuerten Vorpressverfahren und damit mit wesentlich weniger Beeinträchtigung von Anwohnern und Verkehr auf der Landesstraße im Ortsteil als in offener Bauweise. Die Maßnahmen sollen 2021 abgeschlossen sein, so die Rahmenplanung von Hubert Kowalski, der im Fachbereich Bauen und Wohnen für den Kanalbau zuständig ist. 

Röhre für Röhre wird in der kleinen Wohnstraße versenkt.

Die Gesamtkosten von mehr als 3 Millionen Euro werden im städtischen Haushalt als investive Ausgaben verbucht und refinanziert aus den Abwassergebühren. Die Abschreibungsfrist beträgt im Kanalbau 60 Jahre.

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