Parteien starten in den Wahlkampf

+
Noch ist auf den Plakatwänden an der Schulstraße wenig zu sehen. Doch die hiesigen Parteien stehen bereits in den Startlöchern, um anlässlich des Wahlkampfes für die Bundestagswahl auf „Klebetour“ zu gehen.

HALVER - Rund acht Wochen vor der Bundestagswahl starten die heimischen Parteien in die Wahlkampfphase. In den nächsten Wochen werden Plakate geklebt, Flyer verteilt und Gespräche mit potentiellen Wählern geführt. Während der heißen Phase wartet viel Arbeit auf die Politiker.

Vier Flächen – an der Marktstraße, der Frankfurter Straße, der Schulstraße und in Oberbrügge – gilt es wieder zu bekleben. Die FDP steht bereits in den Startlöchern und plant, in den nächsten Tagen die ersten Wahlplakate aufzuhängen. Anlässlich der Sommerferien zeigt die Partei bereits an der Schulstraße ein Plakat. Wie der Vorsitzende des Ortsverbandes, Sascha Gerhardt, erklärt, wirbt die FDP mit bis zu vier verschiedenen Motiven für ihr Programm und ihren Bundestagskandidaten Johannes Vogel. „Die Auswahl der Botschaften und die Gestaltung der Plakate haben wir selbst gemacht. Daher wird es ein individueller Wahlkampf“, sagt Gerhardt, der auch einen Teil seines Urlaubs für den Wahlkampf opfert. Neben den Plakaten plant die FDP auch weitere Maßnahmen, wie Infostände und die Verteilung von Flyern. „Außerdem werden wir sicher wieder im Haustür-zu-Haustür-Wahlkampf aktiv werden und das direkte Gespräch mit den Bürgern suchen.“ Das Budget für den Wahlkampf werde aus dem Wahlkampfteam heraus gesteuert, zu dem auch der Halveraner FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Gerrath gehört.

Den direkten Dialog mit den Bürgern sucht auch die SPD, wie Martin Kastner, Vorsitzender des Ortsverein, erklärt. „Wir werden unser Programm nicht nur flächendeckend an alle Haushalte verteilen, sondern auch mit unserer Bundestagskandidatin Petra Crone Bürger besuchen, um uns mit ihnen auszutauschen. Außerdem wird Crone auch an unseren Ständen präsent sein.“ Generell lege man bei der Wahl nicht zwingend den Fokus auf den Spitzenkandidaten Peer Steinbrück, sondern eher auf das gesamte Team der SPD. „Wir wollen vor allem Wahlkampf mit unserem Programm machen, zu dem die Themen Mindestlohn, Geld für Bildung und Kinderbetreuung und die Steuergerechtigkeit gehören“, so Kastner. Außerdem wird Petra Crone an dem Spielplatzfest teilnehmen, das der SPD-Ortsverband am 7. September organisiert. Ab der nächsten Woche werden die SPD-Wahlkampfhelfer, zu denen rund 25 Mitglieder gehören, verschiedene Plakatmotive im Stadtgebiet verteilen. „Ich finde es sehr gut, dass wir uns mit den anderen Parteien darauf geeinigt haben, in Halver und Oberbrügge nur vier Flächen zu plakatieren. So kann viel Müll eingespart werden“, so Kastner.

Während die anderen Parteien bereits die ersten „Klebetouren“ planen, wollen sich Grüne und CDU noch etwas Zeit lassen. „Bei uns geht es in den nächsten 14 Tagen los“, sagt Martin Halbrügge, der als Sprecher des Ortsverbandes der Grünen die Aktionen im Wahlkampf organisiert. Bei der Gestaltung der Plakate habe die Partei freie Hand gehabt. „Wir setzen aber eher auf unsere Themen, als auf Promi-Plakate.“ Was das Programm angehe, würden vor allem die Punkte Energie und Datensicherung im Vordergrund stehen. Neben der Betreibung von Infoständen und dem Verteilen von Wahlprogrammen planen die Grünen in Abstimmung mit den Ortsverbänden Kierspe und Meinerzhagen auch weitere Aktionen, beispielsweise anlässlich des Weltkindertages im September. „Wir denken auch über eine Diskussionsveranstaltung nach, an der unser Bundestagskandidat Kai Bitzer aus Olpe teilnehmen wird“, sagt Halbrügge.

Der CDU-Ortsverband hat vor, Mitte bis Ende August mit den Plakatierungen anzufangen. „Letztlich ist ja auch bekannt, dass die Wähler häufig erst kurz vor der Wahl entscheiden, wem sie ihre Stimme geben“, erklärt Horst Höfer, stellvertretender CDU-Ortsvorsitzender. Es werde zwar dieses Jahr kein großer Bundesredner nach Halver kommen, aber der Bundestagskandidat Matthias Heider werde bei vielen Gelegenheiten den Kontakt zu den Wählern suchen. „Wir planen zudem Besuche bei Firmen und Institutionen und ein Gespräch mit der Landwirtschaft. Wir legen auch Wert darauf, in kleinen Ortschaften aktiv zu sein“, so Höfer. Darüber hinaus wird sich auch die CDU auf dem Markt und vor Supermärkten mit Infoständen engagieren.

Von Alisa Kannapin

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare