Kommunalwahl 2020

Bürgermeister-Wahl: Rätseln zur K-Frage bis Ende April?

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Kommunalwahlen NRW

Halver - Im Jahr 2020 der Kommunalwahl wird in Halver vermutlich erst spät Klarheit herrschen, wer als Bürgermeisterkandidat antritt.

Grund dafür ist, dass die CDU mit 31 Prozent stärkste Partei der vergangenen Kommunalwahl vor der SPD (30 Prozent) sich erklärtermaßen erst am 28. April festlegen will, wen sie ins Rennen um das höchste Amt der Stadt schickt. Auf diesen Termin hatte sich am Mittwoch die Mitgliederversammlung der Ortsunion festgelegt. Dabei sollen auch die 17 Kandidaten für die Wahlbezirke und die Reserveliste beschlossen werden. 

Man wolle einen Kandidaten nicht in einem zähen Vorwahlkampf beschädigen, heißt es aus den Reihen der CDU. Sie werde im Vorfeld keinen Kandidaten nennen und auch keine Namen kommentieren, sagt die Stadtverbandsvorsitzende Julia Wolf. Den Zeitraum ab Ende April bis zur Kommunalwahl am 13. September halte sie für ausreichend, die Themen der CDU zu positionieren und „unsere positiven Seiten herauszustellen“, sagt sie auf Anfrage. 

Auch über die Frage der Bürgermeister-Kandidatur hinaus kündigt sie mögliche Umbrüche an, was die Besetzung der Wahlkreise und die Positionierung der Reserveliste angeht. „Das Graue-Bart-Image wegbekommen und das C im Parteinamen etwas größer schreiben“, gibt sie als Leitlinie für die kommende Legislaturperiode aus. 

Ein Kandidat ist klar

Deutlich weiter in ihren Planungen ist hingegen die SPD. Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender Martin Kastner hatte eigentlich schon die Einladungen für Anfang Februar verschickt, um von der Mitgliederversammlung den Bürgermeisterkandidaten, die Kandidaten für die Wahlkreise und die Reserveliste abstimmen zu lassen. Das aber ist zunächst geplatzt aufgrund der Notwendigkeit, die Wahlkreise neu zuschneiden zu müssen. Wer für die Sozialdemokraten für eine Kandidatur auf die Position des Bürgermeisters antritt, ist aber klar. Bereits früh hatte Amtsinhaber Michael Brosch sein Interesse deutlich gemacht, erneut zu kandidieren. „Darüber freuen wir uns als Parteivorstand. Michael Brosch ist im Vorstand unstrittig und ohne Widerspruch. Es gibt keinen Gegenkandidaten“, sagt Kastner, ohne der Entscheidung der Mitgliederversammlung als höchstes Gremium vorgreifen zu wollen.

Ob aus den Reihen der weiteren Fraktionen noch Kandidaten zu erwarten sind, bleibt zunächst offen. „Wir haben intern noch gar nicht darüber gesprochen“, sagt Dr. Sabine Wallmann, stellvertretende Fraktionschefin, die mit wenig Begeisterung auf den kommenden Wahlkampf blickt. Es gebe inhaltlich viel Arbeit für die Kommunalpolitik, um laufende Projekte abzuschließen und Dinge für die Stadt neu zu gestalten, sagt sie unisono mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Werner Lemmert. Und politische Festlegungen seien von jeher nicht Art der UWG: „Es ist egal, von wem eine Idee kommt, wenn sie gut ist“, gibt sie sich pragmatisch. 

Stillschweigen bei der Kandidatenfrage auch bei den Grünen: „Wir haben uns dazu noch nicht getroffen“, hält sich Fraktionsvorsitzender Matthias Clever bedeckt. Es sei weder entschieden, wen man unterstützen werde noch, ob man mit einer eigenen Kandidatin oder einem Kandidaten antreten werde, sagte Clever im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. 

Auch bei der FDP als kleinster Fraktion sind die Würfel noch nicht gefallen.  Über einen möglichen Kandidaten und die Ausrichtung im Hinblick auf den Wahltermin entscheide die Mitgliederversammlung, macht auch FDP-Ortsvereinsvorsitzender Sascha Gerhardt deutlich. „Ich sehe uns eigentlich nicht verpflichtet, aus parteipolitischem Interesse einen Kandidaten aufzustellen“, so vorab aber seine persönliche Einschätzung zur Bürgermeister-Wahl.

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