Virtueller Rundgang durchs Museum

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Halver - Ins Museum gehen, ohne ins Museum zu gehen, das funktioniert seit Kurzem auch mit der Villa Wippermann. 240 hochaufgelöste Bilder fügen sich zusammen zu einem virtuellen Rundgang durch die Räume im neuen Haus der Kultur an der Frankfurter Straße.

Möglich gemacht hat es der Halveraner Michael Grothe, der bereits mit der selben Technik die Stadtbücherei Halver in Szene gesetzt hat. Der Rundgang durch Erd- und Obergeschoss solle den Besuch nicht ersetzen, aber als „Teaser“ dienen. Als Appetitanreger also, sich das Regionalmuseum der vier Volmekommunen auch in der Realität anzuschauen.

Verwendet hat Grothe dazu eine Software, die von Google bereitgestellt wird und die es erlaubt, das Bildmaterial zusammenzufügen und über die Software Street-View allgemein zugänglich zu machen. Üblicherweise tut Grothe dies als Betreiber einer Werbeagentur professionell, für Stadt und Heimatverein ging es allerdings um ein ehrenamtliches Projekt.

20 Standorte für die Kamera

Technisch ist der Rundgang anspruchsvoll und erfordert teure Ausrüstung und erhebliche Rechenkapazität. Verbunden werden insgesamt 20 Kamerastandorte, davon 6 im Erd- und 14 im Obergeschoss, wo die Räume deutlich verwinkelter sind. An jedem der Standorte sind im Lauf der Arbeit zwölf Bilder in der sogenannten HDR-Technologie entstanden. HDR steht für High Dynamic Range Images, Bilder mit hohem Dynamikumfang, die große Helligkeitsunterschiede detailreich wiedergeben können.

HDR und Weitwinkel

In der Praxis erkennbar ist das beim virtuellen Rundgang durch die vorhandene Zeichnung im eigentlich unterbelichten Innenraum, während der Blick aufs sonnengeflutete Fenster trotz Überbelichtung noch detailreich bleibt. Technisch werden dafür drei Bilder (unter-, über- und korrekt belichtet) zusammengerechnet. Lediglich acht Millimeter Brennweite weist dabei Grothes verwendetes Weitwinkelobjektiv aus.

Die Möglichkeiten von Street-View sind dabei vielfältig. Grothe nutzt sie für Industrieunternehmen wie für Einzelhändler, die ihre Räume im Internet präsentieren möchten, Blumenladen wie Cafés zählen zu seinen Kunden. Und ein nächstes freiwilliges Projekt ist bereits angedacht. Dabei würde der sportbegeisterte Halveraner den Fitness-Parcours im Hälvertal unterhalb der Herpine im Internet vorstellen, verrät er im Gespräch mit dieser Zeitung.

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