Pafi-Akkordeon-Orchester stilsicher und ausdrucksstark

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Das Pafi-Akkordeon-Orchester aus Hagen begeisterte sein Publikum in der Aula der Realschule mit „zauberhaften Traummelodien“.

Halver - Aus Operette, Musical und Film brachte das Pafi-Akkordeon-Orchester aus Hagen seinen Zuhörern am Sonntag in der Aula der Realschule „Zauberhafte Traummelodien“ mit.

Sehr gut besucht war das launige, beschwingte Konzert der Musiker aus der Nachbarstadt, die unter der Leitung von Detlef Schäkermann mit Können und Spielfreude auftrumpften. Ohrwurmmelodien von Franz Lehar bis Andrew Lloyd Webber, von Ennio Morricone bis Paul Burkhard waren zu hören.

In allen Stimmungslagen – glücklich und traurig, wehmütig und zu großen Taten aufgelegt – glänzte das Orchester stilsicher und ausdrucksstark. Rund und stimmig gelang das Zusammenspiel. Das Orchester, 1955 von Kapellmeister Paul Fischer (Pafi) aus der Taufe gehoben, stellte Schäkermann den Halveranern (Aufbau sowie Programmpunkte) vor. In kurzen Zügen umriss er Handlungen und musikalische Bilder, die die Instrumente piano und forte, lebhaft und getragen vor Augen führten.

Mit einem flotten, zündenden „Fortissimo“ als Einstand erinnerten die Hagener an Emmerich Kálmán als Mitbegründer der Silbernen Operettenära. Melodienselig ehrten sie den Schöpfer der „Csardasfürstin“ und anderer unsterblicher Werke. Einfühlsam und herzerwärmend brachte das Orchester die bekannte Paul Burkhard-Weise „O mein Papa“ auf den Weg. Bei der zauberhaften Hommage an Franz Lehár, bei der noch einmal die Operette zu Ehren kam, durfte der Ohrwurm „Dein ist mein ganzes Herz“ nicht fehlen. Mit Ragtime und Jazz tauchten die Hagener rhythmisch beschwingt in die glamouröse Welt des „Cabaret“, John Kanders in den 30er Jahren spielenden Musicalhit, ein. Ebenso rasant und mitreißend schickten sie die Loks des „Starlight Express“ in die Wettkampfarena.

Einem bunten Potpourri bekannter und beliebter Traummelodien frönte das Orchester auch im zweiten Teil des Programms, bei dem Peter Kraus’ „Sugar Baby“ dem unglücklichen Dr. Schiwago und seiner Lara, die Crew des Traumschiffs dem kleinen Gaylord und seinem mürrischen Großvater („Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“) begegnete. Mal durften die Zuhörer in Erinnerungen schwelgen. Mal durften die Gedanken an fernen Ufern und Traumstränden verweilen. Bravorufe begleiteten den fulminanten Abstecher in die Filmwelt, der eine Gänsehaut-Begegnung mit Ennio Morricone und seinem Western-Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ brachte. Kein Detail, nicht einmal die Mundharmonika, fehlte bei der allseits bekannten Melodie. Die Zeit stand still bei „One moment in time“, das als Zugabe kam.

Jakob Salzmann

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