24. Ostereiermarkt zeigt Kunst rund ums Ei

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Thera Fletterman-Olivier aus den Niederlanden hält mit ihren Stroheiern altes Brauchtum aus dem nordschweizerischen Kanton Aargau am Leben.

Halver - Bei angenehm milden Temperaturen weckte der „24. Ostereiermarkt im Heimatmuseum“, einmal mehr ein Highlight im Veranstaltungsreigen der Stadt, am Wochenende Vorfreude auf das Osterfest. In einladender Atmosphäre präsentierten 20 Aussteller aus Halver, dem Märkischen Kreis und darüber hinaus traditionelle und moderne Kunst rund ums Ei.

Vielerlei Techniken, Eier unterschiedlichster Größen in kleine Kunstwerke zu verwandeln, waren zu sehen. Vom winzig kleinen Wellensittich-Ei, mit einer reizenden Miniatur versehen, bis zum imposanten Straußen-Ei - zur originellen Lampe umfunktioniert - war alles dabei. Aquarell-, Acryl- und Bauernmalerei auf Eiern, Stroh-Eier, gefräste, perforierte, mit Pailletten versehene, gravierte und lackierte Eier in allen Größen erfreuten das Auge. Kein Ei glich dem anderen. Jedes war ein Unikat – einmalig und unverwechselbar. Frühlingshafte Dekorationen zum Verschenken und sich selber Schenken – Floristik, Porzellanmalerei, Handarbeiten, Malerei und mehr – rundeten das bunte, fröhliche Bild des Markts ab. Sowohl Sammler, die Ausschau nach Raritäten hielten, als auch Liebhaber schöner Dinge kamen auf ihre Kosten.

150 Besucher in den ersten zwei Stunden

Mit Öffnung der Türen begann der Run auf den vom Heimatverein veranstalteten Markt. Innerhalb der ersten zwei Stunden zählten die Verantwortlichen bereits 150 Besucher – darunter Gäste aus Düsseldorf, Iserlohn, Herdecke und Hückeswagen – im Haus. „Alle sind zufrieden, alle fühlen sich wohl“, freute sich Rudi Olson, die gute Seele des Heimatmuseums, über die gute Stimmung unter den Ausstellern und Besuchern. Gemeinsam mit Peter Bell zeichnete er verantwortlich für die reibungslose Organisation des Markts. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten das Bürgerzentrum „Am Park“ und Sandra Kutzehr mit ihrem Team in bewährter Manier. Vom reichhaltigen Angebot im Café – Erbsensuppe, Schnittchen, Kuchen und mehr – machten die Besucher regen Gebrauch.

Auf zwei Etagen präsentierten die heimischen und auswärtigen Aussteller ihre facettenreiche Kunst. Die weiteste Anreise hatte Thera Fletterman-Olivier aus den Niederlanden, die mit ihren Stroheiern altes Brauchtum aus dem nordschweizerischen Kanton Aargau am Leben hielt. Gute Laune, eine „Tüte voller Witze“ und wunderschöne Aquarell-Eier – teilweise offen und von innen bemalt - brachte Annemarie Lüttgenau, die Jubilarin unter den Eierkünstlern, nach Halver mit. Seit 20 Jahren hält sie dem Markt die Treue.

Aufhänger mit frischen Blüten

Überall gab es Originelles und Ausgefallenes zu sehen: Hier mitwachsende Spiralsocken (Birgit Panne), dort Ei-Aufhänger mit frischen Blüten (Ursula Berndt). Hier Hardanger und Wärmendes aus Wolle (Iris Schmidt), dort Fußball-Eier aus Pailletten (Birgit Winter) oder samtweiche Tulpen aus Nickistoff (Heike Golditz). Zwischen kunstvoll mit Acrylfarben bemalten Eiern (Astrid Reins), Bauernmalerei (Beate Hoppe), Gravurtechnik (Bozena Smyrek), Floristik (Anja Seibert), Porzellanmalerei (Beate Neumann/Gerda Bach), Geschenkartikeln in 3D-Technik (Christiane Weigand), Malerei (Annette Benkert) und Stickerei (Hiltraud Hartmann) hatten die Besucher die Qual der Wahl. Sogar Swarovsky-Steinchen auf Eiern (Lyudmyla Janiak), verschachtelte Motive (Anne-Rose Gundlach) und Lampenlicht im Ei (Helga Flunger) gab’s zu entdecken. Karten und Tonarbeiten wechselten am Stand von Elke Schmidt zugunsten der Lepra- und Tuberkulosehilfe den Besitzer.

Von Monika Salzmann

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