19. Ostereiermarkt: Das Ovale kommt ins Museum

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Rudi Olson hat zwei alte Ostereier schon seit rund eineinhalb Jahrzehnten aufbewahrt. Am kommenden Wochenende ist es bereits die 19. Auflage, die er organisiert. -

HALVER - Mit wie viel Herzblut die Organisation des Ostereiermarktes derzeit läuft, wird schnell deutlich. Rudi Olson hat nicht nur genau im Kopf, wo welcher Stand aufgebaut werden muss, sondern auch, wie viele Interessierte in das Heimatmuseum pilgern werden. „Ich habe geträumt, dass 1000 Besucher kommen“, erzählt er. Von Marco Fraune

Wenn Olson über die Geschichte des Ostereiermarktes berichtet, schildert er auch ein Stück seiner Vergangenheit. Denn die Veranstaltung ist so etwas wie „sein Baby“, das im vergangenen Jahr die Volljährigkeit erreicht hat. Im Jahr 1992 hatten Werner und Frauke Sinnwell die Idee, eine Ausstellung von Ostereiern und -artikeln auf die Beine zu stellen. Mit im Boot: Rudi Olson, der schon damals als Museumsbetreuer aktiv war. „Wir haben gewagt, das Ding auf die Beine zu stellen“, blickt er zurück.

Mit Erfolg. Schon beim ersten Mal kamen 800 Besucher. „Und das hat uns inspiriert, weiterzumachen. Seitdem hat der Besucherstrom nicht nachgelassen.“

Die Zahl ist nicht nur witterungsabhängig, sondern auch von vielen anderen Aspekten, die nicht alle bekannt sind. Die Höchstmarke konnte aber 1998 mit insgesamt 2000 Besuchern erreicht werden. Eine Marke, die in „normalen“ Jahren illusorisch ist. Zwischen 800 bis 1400 Besuchern sind es häufig. Auch für dieses Jahr ist daher 800 das erhoffte Ziel.

Gemeinsam mit Peter Bell, der sich um die technischen Aspekte wie das Drucken von Flyern gekümmert hat und erstmals als Co-Organisator auch offiziell mit im Boot ist, setzt Olson auf viele bewährte Aussteller sowie auf fünf Neulinge, um den Besuchern am Samstag und Sonntag reichlich Neues bieten zu können.

Ebenso wie die Besucher stößt die Veranstaltung bei den Ausstellern auf gute Resonanz. Olson: „Leider müssen wir immer noch einigen absagen.“ Insgesamt finden 16 Aussteller Platz, immerhin so viele wie noch nie, wie der Organisator betont.

Natürlich hofft er, dass dieses Jahr wieder alles glatt geht. Schließlich bieten 19 Ostereiermärkte Stoff für eine Mini-Rubrik in Pleiten, Pech und Pannen. So erinnert sich Olson an eine Besucherin, die erst reichlich verzierte Ostereier gekauft hatte, um sie dann vor der Tür fallen zu lassen. Auch ein Tisch ging in den Ausstellungsräumen mal zu Boden, mit ihm zahlreiche ovale Ausstellungsstücke. Selbst der Blumenschmuck vor dem Eingang musste schon einmal dran glauben. „Ein Hase hat in aller Ruhe die Hälfte der Blumen gefuttert und sich dabei nicht stören lassen. Nachher ist er ganz lässig mit vollem Bauch abgehauen.“

Der Ostereiermarkt ist am Samstag und Sonntag, 6. und 7. März, jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 1 Euro (Kinder und Jugendliche frei). In der Cafeteria gibt es mittags nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Erbsensuppe.

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