21. Ostereiermarkt im Heimatmuseum Halver

Eine kleine große Sensation: Annemarie Lüttgenau stellt schon seit vielen Jahren aus und präsentierte diesmal ein Emu-Ei, dass sie mit floralen Mustern aus Pergament gestaltet hatte. ▪ Weber

HALVER ▪ Kleine Schönheiten: Am Wochenende fand zum 21. Mal der Ostereiermarkt im Heimatmuseum statt. Und der lockte wieder jede Menge Besucher an. 18 Aussteller präsentierten ihre kleinen Kunstwerke.

Sie lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen – und diesmal war ihre Überraschung ziemlich groß. Es war ein Emu-Ei, das Stamm-Ausstellerin Annemarie Lüttgenau den Besuchern zeigte. Mit seiner rauhen, dunkelgrünen Schale stellte es für die Eierkünstlerin zunächst eine Herausforderung dar. „Eine Freundin hat es mir geschenkt, sie dachte, dass selbst ich damit nichts anfangen kann“, erzählte sie. Doch sie überlegte und tüftelte herum – bis ihr eine Lösung einfiel: Aus Pergamentpapier fertigte sie florale Muster. Veilchen, Gräser und Margariten – und damit umhüllte sie das große Ei. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Natürlich war das nur eine von vielen kleinen Sensationen, die die Gäste im Heimatmuseum erwartete. Ob Hasen, Blumen oder Ornamente – die Aussteller zeigten einmal mehr, auf wie viele Arten sich Eier gestalten lassen. Das klassische Hühnerei rückt dabei immer mehr in den Hintergrund. Es sind die winzigen Wachteleier oder aber auch die großen Straußeneier, die echte Hingucker sind.

Galerie zum Ostereiermarkt:

21. Ostereiermarkt in Halver

Die Arnsbergerin Astrid Reins setzt dabei übrigens auf eigene Herstellung: Sie hält jede Menge Federvieh in ihrem Garten. „Nur so kann ich sicher sein, dass die Eier eine gute Qualität haben. Ich füttere nur Bioware, da sind die Schalen dann wesentlich härter“, erklärte sie. Die 52-Jährige ist seit 20 Jahren im Geschäft. „Ich habe das bei einer Freundin gesehen und wollte es unbedingt selbst ausprobieren.“ Schnell entfachte daraus ihre große Leidenschaft. Sie stellt auf vielen Ostereiermärkten aus – in Halver ist sie bereits zum zweiten Mal dabei. Und ihre Eier unterschieden sich deutlich von denen der anderen Aussteller: Zebras, Tiger und wilde Käfer zieren die ovalen Werke. „Mein Mann ist Jäger und ich habe Biologie studiert. Außerdem ist das mal etwas anderes“, sagte sie.

Insgesamt waren am Wochenende fast eintausend Besucher im Heimatmuseum. Das freute vor allem Rudi Olson. Er verzeichnete bereits zu Beginn am Samstagmorgen mit mehr als 100 Besuchern einen kleinen Rekord: „Das haben wir sehr selten“, meinte er. „Gleich zu Beginn war viel los. Und die Cafeteria platzt aus allen Nähten. Es ist ein großer Ansturm.“ ▪ Lisa Weber

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