Ostereiermarkt: Kunst auf zerbrechlicher Hülle

Rudi Olson vom Heimatverein konnte auch wieder mit Annemarie Lüttgenau begrüßen, die seit 19 Jahren mit dabei ist.

Halver - Filigrane Kunst auf zerbrechlicher Hülle - handbemalt, gekratzt, gefräst und gebohrt oder kunstvoll mit Ornamenten versehen: Zum Publikumsmagnet entwickelte sich am Wochenende der 23. Ostereiermarkt im Heimatmuseum, der, wie gewohnt, die kleine, feine Kunst am Ei herausbrachte.

Sammler, die nach Raritäten Ausschau hielten, und Liebhaber traditionellen wie modernen Kunsthandwerks kamen am Samstag und Sonntag beim Rundgang durchs österlich geschmückte Haus auf ihre Kosten.

Mit 20 Ausstellern aus Halver, dem Märkischen Kreis und darüber hinaus war der vom Heimatverein organisierte Markt größer, bunter und abwechslungsreicher als je zuvor. „Alles hat bestens geklappt“, freute sich Rudi Olson vom Heimatverein, der die beliebte Traditionsveranstaltung seit Jahren gemeinsam mit Peter Bell organisiert.

Hand in Hand mit dem Bürgerzentrum „Am Park“ und Jens Holtappel mit seinem Team, das in guter Manier für das leibliche Wohl der vielen Besucher sorgte, stemmte der Verein die mittlerweile deutschlandweit bekannte Veranstaltung. Einmal mehr machte die Mischung aus Vertrautem und Neuem den besonderen Reiz des Marktes aus. Zu entdecken gab’s echte Hingucker, Originelles und Dekoratives zuhauf.

Auf zwei Etagen drehte sich im gemeinsam vom Heimatmuseum und Bürgerzentrum genutzten Haus alles rund ums Ei, Ostern und was immer an Kreativem zum Frühling dazugehört - bis hin zu Porzellanmalerei, Gemälden und dänischer Handarbeit.

Stamm-Aussteller wie Annemarie Lüttgenau, mittlerweile seit 19 Jahren dabei („Das ist Heimat“), sowie „Neulinge“ wie Anja Seibert und Barbara Offergeld präsentierten ihre Kunst. „Die Atmosphäre ist gut. Ich bin als Neuling sofort herzlich aufgenommen worden und positiv von der Resonanz überrascht“, so Anja Seibert, die den Markt mit österlicher Floristik bereicherte.

Mit dicker Sonnenbrille schaute derweil Annemarie Lüttgenaus „kleiner Freund“, ein lustiger „Wackel-Hugo“, dem bunten Treiben im Heimatmuseum zu. Wie geschickt die Künstlerin mit Pinsel und Farbe umzugehen versteht, zeigten unter anderem winzig kleine Motive auf Wachteleiern - aufgesägt und innen bemalt. Vielerlei Techniken, Ostereier zu gestalten, lernten die Besucher beim Rundgang durch die Schau kennen.

Bei Birgit Panne - um stellvertretend einige Künstler herauszugreifen - gab’s Eier mit christlichen Motiven, in feinstem Kreuzstich auf Siebleinen gestickt, zu bestaunen. In vierter Generation führte Christina Adamicki Ostereier in schlesischer Kratztechnik vor.

Helga Flunger überraschte unter anderem mit abgesägten Eiern samt Innenbeleuchtung. Ihr Prunkstück: Eine Straußenei-Lampe. Ein bemaltes Nandu-Ei hatte Heta Kordt im Sortiment. Von Anfang an herrschte ein Riesenrummel im Haus. „Wir hatten bis 12 Uhr schon 130 Besucher“, so Olson überrascht. Als das Heimatmuseum seine Pforten schloss, waren es rund 950. - Monika Salzmann

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