22. Ostereiermarkt lockt hunderte Besucher

Farbenfroh ging’s beim Ostereiermarkt zu: Dabei boten die Händler weit mehr als bemalte Eier – auch Hasen, Körbe & Co. aus Stoff gab’s zu bestaunen. - Fotos: Schulte

HALVER - Mit ihren Pinseln, Farben, Kratzmessern, Fräsen und vielem mehr entstehen Kunstwerke, Kunstwerke auf dem Ei. Beim 22. Ostereiermarkt im Heimatmuseum Halver zeigten am Wochenende insgesamt 16 Aussteller ihre faszinierenden Designs auf der österlichen Dekoration. In den Räumlichkeiten des Museums waren viele Wiederholungstäter dabei.

Ein Ostereiermarkt-Neuling ist Lyudmyla Janiak aus Halver. Sie hat nicht nur mit Figuren aus Spezialknete verzierte Eier im Angebot, sondern stellt aus dem Material auch täuschend echte blühende Rosen her. „Herr Olson hat mich angeworben“, berichtet die Halveranerin mit Blick auf den Organisator des Marktes. Ein „alter Hase“ ist dagegen Annemarie Lüttgenau aus Wipperfürth, die bereits zum 18. Mal ihre Eier präsentiert. Ihre Dekors auf dem Ei findet man inzwischen auf der ganzen Welt. Als letztes hat sie einen Jagdfalken auf ein Straußenei gebannt. „Eine Freundin nimmt es mit als Gastgeschenk nach Dubai“, berichtet Lüttgenau.

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22. Ostereiermarkt in Halver

Tiermotive befinden sich auch auf den Eiern von Astrid Reins aus Arnsberg. Vom Wachtelei bis zum Straußenei hat sie alles im Angebot. Dabei stammen alle bis auf die Straußeneier von eigenen Tieren. Detailgetreu bannt die Arnsbergerin nicht nur heimische Tiere auf die Schale, auch wilde Tiere aus Afrika zieren das Oval. Oder das Ei „verwandelt“ sich in eine Robbe. An den Wochenenden vor Ostern ist Astrid Reins ständig auf Ostereiermärkten unterwegs und präsentiert ihre kleinen Kunstwerke, die sie in stundenlanger Arbeit herstellt. Wirklich Geld verdienen lasse sich mit diesem Hobby aber nicht. „Ich habe es einmal ausgerechnet, wenn ich ein Ei verkaufe, bleibt mir ein Stundenlohn von etwa 50 Cent“, so die Künstlerin.

Helga Flunger rückt den Eiern nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit der Diamantfräse zu Leibe. Die entstehenden Eier mit Lochmuster kommen besonders gut zur Geltung, wenn sie, wie eines der ausgestellten Straußeneier, von innen beleuchtet werden. Anne-Rose Gundlach aus Ennepetal bannt mit Aquarellfarben unter anderem verschachtelte Häuserlandschaften auf die Ostereier. Am Wochenende hatte sie sich etwas ganz besonderes ausgedacht: „Alle Besucher können schätzen, wie viele Häuser ich auf ein spezielles Ei gemalt habe. Wer am nächsten dran ist, der gewinnt ein von mir verziertes Taubenei.“

So konnten die Besucher also auch in diesem Jahr wieder viel entdecken. Neben den vielseitig dekorierten Eiern, hatten die 16 Aussteller aber auch jede Menge weiteren österlichen Schmuck dabei. Fein bemaltes Porzellan, Stickereien, Gestricktes oder Geschenktüten und Karten standen zur Auswahl und lockten auch bei der 22. Auflage wieder hunderte Interessierte in das Halveraner Heimatmuseum. - rit

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