Ortslandwirt Michael Loitz: „Ein enormes Grasjahr“

- Foto: Diederich

Halver - „Das Gras hat in diesem Jahr nicht aufgehört zu wachsen. Und es wächst immer noch.“ Ortslandwirt Michael Loitz ist mit der Gras-Ernte außerordentlich zufrieden. Und auch der Mais steht hoch. Sorgen macht dem Landwirt aber noch die Ernte von Triticalen und Weizen.

Von Friederike Domke

Vier Gras-Schnitte sind für ein Jahr normal, „bei vielen Landwirten deutet sich aber bereits jetzt eine Grassilomiete mehr in diesem Jahr an“, erklärt Michael Loitz auf Anfrage unserer Zeitung. Fünf Schnitte wird auch er in diesem Jahr einfahren können. Ende August, sobald es die Witterung zulässt, plant er den vierten Schnitt, im Oktober soll dann der Abschlussschnitt folgen. „Dank der Witterung können wir von einem enormen Grasjahr sprechen.“ Der frühe Wachstumsbeginn aufgrund des milden Winters habe vor allem dazu beigetragen. „Das Gras ist schon grün gestartet und war nicht ausgefroren.“ Und nicht nur viel und oft konnten und können die Landwirte in der Region Gras ernten, auch die Qualität sei in diesem Jahr sehr gut, betonte Loitz.

Beim Getreide hingegen ist die Euphorie des Landwirtes aus Schwenke etwas gedämpft. Konnten Wintergerste, Körnerraps und Sommergerste zügig – und zum Teil einige Wochen vor dem eigentlichen Erntezeitraum – abgeerntet werden, so stehen Triticale und Weizen noch immer auf den Feldern.

„Fürs Dreschen brauchen wir im Vorlauf drei bis vier Tage schönes Wetter, damit das Getreide gut antrocknen kann.“ Mittlerweile haben Triticale und Weizen schon ihre goldgelbe Farbe verloren und werden an einigen Stellen bräunlich, erklärt Loitz. Daher hofft er alsbald auf geeignetes Erntewetter.

Der Mais hingegen macht Michael Loitz bis jetzt keine Sorgen. Anfang August hat er sein Längenwachstum abgeschlossen und nun mit zwei bis drei Metern eine gute Höhe erreicht. „Der Mais hat schöne große, gut ausgebildete Kolben mit einer ersten leicht gelben Färbung.“ Allerdings haben nicht nur die Landwirte ihren Gefallen an den Maiskolben gefunden, auch bei den Wildschweinen steht die Pflanze hoch im Kurs. Ein Problem, das den hiesigen Hegering auf den Plan ruft. Denn die Vermeidung von Wildschäden steht auf der Agenda der Jäger.

Ein goldener Herbst, so wünscht es sich Loitz, wäre für den Mais jetzt nahezu optimal. „Der Mais benötigt Sonne und Temperaturen um die 20 Grad, um die Stärke im Korn einzulagern.“ Sollte es einen warmen Spätsommer und Herbst geben, rechnet Loitz mit einer Ernte Anfang Oktober, sollte es nass und kühl werden, könnte es auch Ende Oktober werden. Genau könne das aber natürlich niemand voraussagen. „Es kommt ganz drauf an, wie sich das Wetter entwickelt.“

Beschweren kann er sich bis jetzt aber nicht: „Für uns Landwirte war das wirklich ein sehr gutes Jahr.“

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