Orkantief Xynthia hält Wehr in Atem

+
Nach einem Verkehrsunfall auf der L 528 musste die Feuerwehr eine Ölspur abstreuen.

HALVER - Das für Nordrhein-Westfalen angekündigte Sturmtief Xynthia mit Böen bis zu 100 km/h verschonte auch Halver nicht. Was am frühen Nachmittag zunächst harmlos anfing, entwickelte sich jedoch schnell zu einem Orkan mit Folgen.

Die Feuerwehr fuhr einen Einsatz nach dem anderen, war im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Im Feuerwehrgerätehaus wurde die Einsatzleitstelle eingerichtet, von wo die Löschzüge und -Gruppen per Funk verständigt und rausgeschickt wurden. Stand gestern Abend um 20 Uhr: 130 Feuerwehrleute hatten bis dahin 26 Einsätze gefahren. Bis auf eine Ausnahme immer wegen umgestürzter Bäume.

Aber auch bei der Ausnahme war Xynthia die eigentliche Ursache. Auf der L 528 in Höhe Alte Landwehr war ein Autofahrer gegen 17 Uhr vor einem gestürzten Baum nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gekommen. Bei dem Aufprall entstand Sachschaden, der Fahrer wurde nicht verletzt. Die Ennepetaler Polizei leistete hier kollegiale Hilfe und nahm den Verkehrsunfall auf. Der Halveraner Wehr blieb die Beseitigung des Hindernisses und das Abstreuen der Ölspur. Die L 528 musste mehrere Stunden wegen der Bergungsarbeiten komplett gesperrt werden.

Bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Montags musste auch die Sperrung der Heerstraße (an der Karlshöhe), der Straße in Bergfeld/Neuenhaus, der Gemeindestraße von Krausenbuche nach Rotthausen und der Straße Im Siepen aufrecht erhalten bleiben. Die Aufräumarbeiten während des Sturms – die Warnung des Wetterdienstes war bis heute 4.30 Uhr verlängert worden – seien zu gefährlich. Nach 20 Uhr löste die Feuerwehr die Einsatzleitstelle im Feuerwehrgerätehaus auf. „Sollte noch was kommen, gibt es die übliche Benachrichtigung“, hieß es. Auch die Polizei war gestern ab 14 Uhr „pausenlos im Einsatz“, Angaben über Einzelheiten gibt es daher erst heute.

Im Märkischen Kreis wurden bis 18 Uhr insgesamt mehr als 300 Einsätze mit mehr als 700 Feuerwehrleuten von der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Lüdenscheid koordiniert. Auch Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz waren dabei. Es war „nicht so schlimm wie bei Kyrill, aber doch ganz schön heftig“hieß es bei der Kreisleitstelle. ▪ iwo

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare