Olesch sieht schwarz für den Tierschutzverein

Nur, weil es Katzen in der Auffangstation Namen gegeben habe, sei ein Mitglied verbal angegangen worden.

HALVER ▪ „Ich sehe für den Tierschutzverein schwarz“, betrachtet der langjährige Vorsitzende der Tierschutzvereins (TSV) Halver-Schalksmühle, Karl-Heinz Olesch, die Entwicklung mit großer Sorge und der Befürchtung, dass die eigentlichen Aufgaben des Vereins mehr oder weniger auf der Strecke bleiben.

Grund für die harsche Kritik, die der Schalksmühler Olesch insbesondere gegen ein Vorstandsmitglied richtet, ist der Rücktritt der Vorsitzenden Tanja Schweda. Allerdings habe die nach Ansicht des einstigen Ehrenvorsitzenden – diese Ehrung habe er wieder zurückgegeben – negative Entwicklung bereits mit der Auflösung der Tierauffangstation an der Hagener Straße und dem Anmieten des Hauses am „Langenscheid“ begonnen.

Es gebe keine Kommunikation im TSV-Vorstand, auch würden Informationen nicht weiter gegeben. „Ich habe zum Beispiel den Mietvertrag der Tierauffangstation am Langenscheid nie gesehen“, so Olesch, der nach dem Ausscheiden der Vorsitzenden Angelika Schwab (wir berichteten) die Leitung des TSV kommissarisch übernommen hatte und natürlich aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Vorsitzender um die rechtlichen Probleme solcher Verträge weiß. Die ehemalige Vorsitzende sowie auch ihre Nachfolgerin Tanja Schweda, so behauptet Olesch, sei ebenso gemobbt worden wie andere Vereinsmitglieder.

So sei zum Beispiel ein Mitglied auf einer Versammlung verbal angegangen worden, dass es deswegen schließlich „geheult“ habe – nur, weil sie den Katzen in der Auffangstation Namen gegeben habe. Der Plan, eine Voliere zu bauen, sei mit der Begründung, es passe nicht ins Bild, verhindert worden. Es fehle eine Notunterkunft für Hunde: Eine Frau, die einen Hund gefunden hatte, habe zwei Stunden auf den TSV warten müssen. „Weil sich keiner traute“, sagt Olesch, der kritisiert, dass Sachkenntnis fehle. Als Belege dafür nennt er den aufgenommenen Igel, der dann 640 Gramm gewogen habe. „Mit 500 Gramm müssen sie schon wieder ausgesetzt werden“, erklärt der ehemalige Vorsitzende. Katzen würden überflüssigerweise festgehalten, weil sie nicht einzeln abgegeben würden.

Viele Dinge würden heute ohne Mitwirkung des Vorstandes oder der Versammlung laufen, kritisiert Karl-Heinz Olesch, der darauf verweist, dass es beim TSV in zwei Jahren drei Vorsitzende gab – heute wird auf der Versammlung in der Gaststätte „Zum Linken“ der oder die vierte Vorsitzende gewählt. Olesch hofft, dass er oder sie sich dann durchsetzen kann. ▪ Det Ruthmann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare