Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr

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Mit einer Fettexplosion beeindruckten die Wehrmänner beim Tag der offenen Tür.

Halver - Wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist, das wurde am Sonntag, 26. April, beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Halver einmal mehr deutlich. In und um das Gerätehaus des Löschzuges Stadtmitte boten Stefan Egen und sein Team ein attraktives und informatives Rahmenprogramm für die Bürger an.

„Dieser Tag ist sehr wichtig, um uns und unsere Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren“, so der Löschzugführer.

Um 10 Uhr morgens ging es los, eine halbe Stunde später kamen bereits die ersten Eltern mit ihren Kindern. Faszinierend nicht nur für die kleinen Jungs: der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr. Zu sehen gab es Tanklöschfahrzeug, Rüstwagen sowie Rettungsbühne und natürlich das neueste Fahrzeug: den Gerätewagen Logistik. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagte Egen, „dieses moderne Fahrzeug dient in erster Linie zum Transport von Ausrüstung und sonstigen Materialien im Zusammenhang mit den Einsätzen der Feuerwehr.“

Großes Interesse weckte auch die Rettungsbühne bei den Besuchern. Sie wird zur Menschenrettung im Gefahrfall eingesetzt. Sie dient in Halver aber auch dazu, Bewohner von Pflegeheimen bei Bedarf aus dem Gebäude zu transportieren. Alle Fahrzeuge konnten von den Gästen näher unter die Lupe genommen werden – einsteigen inklusive. Bei technischen Fragen standen die Feuerwehrmänner sowie die Jugendfeuerwehr Rede und Antwort.

Die Fahrzeughalle hatte sich in eine Art Festzelt verwandelt. Dort gab es ein großes Buffet mit 40 Kuchen und Torten, die Frauen boten frisch gebackene Waffeln und Kaffee an. Im Bierwagen zapften die Männer eifrig Bier, schenkten Cola und Fanta aus. Vor der Halle bot die Grillbude Steaks, Würstchen und Pommes.

Tag der offenen Tür bei der Halveraner Feuerwehr

Jörg-Peter Jansen, Feuerwehrmann aus Letmathe und passionierter Modellbauer, hatte seine einmalige Playmobil-Sammlung aufgebaut: Auf einer rund fünf Meter langen Fläche spielte sich ein Großeinsatz mit zahlreichen Feuerwehrautos und Männchen in Uniform und Schutzanzug ab. Eine große Villa brannte lichterloh, die Einsatzkräfte löschten Flammen, retteten Menschen, versorgten Verletzte. „Bitte nicht anfassen!“ In gebührendem Abstand, durch einen Sicherheitszaun getrennt, betrachteten die Besucher begeistert das Szenario. Seit 2008 sammelt Jansen Playmobil und baut alles feuerwehrtechnisch um. „Ich stelle nur dar, was es auch im realen Leben gibt“, erklärte er. Die Genehmigung zum Umbau oder zur Umlackierung der Fahrzeuge hat Jansen von dem Spielzeugunternehmen. Mittlerweile hat sich seine besondere Art der Brandschutzerziehung bis in den hohen Norden herumgesprochen.

Vor der Halle fanden die Kinder mit dem Rauchhaus, Go-Carts und Bobby-Cars weiteres Lern- und Spielvergnügen. Zudem bot die Löschgruppe einige Vorführungen, wie beispielsweise die Fettexplosionen. „Wir möchten auf alltägliche Gefahren aufmerksam machen“, so Egen. So demonstrierten die Wehrleute zum Staunen der Gäste, was passiert, wenn man Fett in der Pfanne auf 100 Grad Celsius erhitzt und dann mit Wasser löscht: ein riesiger Feuerball, der in der Wohnung eine Katastrophe auslösen kann. Am Ende des Tages waren die Verantwortlichen sehr zufrieden mit dem gelungenen Fest. Auch einige Regenschauer konnten die Stimmung nicht trüben.

Von Ilka Kremer

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