Oesterberg wird Großbaustelle

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Halver - Noch im November stehen die politischen Beschlüsse auf der Tagesordnung. Stimmt der Rat am 27. November zu, steht den Anwohnern vom Oesterberg für mehr als ein Jahr eine Großbaustelle bevor. Vorgesehen ist die Grunderneuerung der Wohnstraße.

Am Dienstag wurde den Anwohnern das Projekt in einer Bürgerinformation in den Räumen der Feuerwehr vorgestellt. 

Was ist geplant? 

Vorgesehen ist die komplette Herstellung der Straße einschließlich der Gehwege. Sie werden durchgängig 1,50 Meter breit und liegen damit unter der Norm. Eine Verbreiterung auf zwei Meter ist aufgrund der Platzverhältnisse nicht umsetzbar. Die Fahrbahn wird sechs Meter breit und wird mit eingezeichneten Parkflächen versehen mit jeweils 2,50 Metern Breite bei einer Fahrbreite von 3,50 Metern. 

Wann beginnt die Baumaßnahme? 

Die Maßnahme soll nach Zustimmung der politischen Gremien Anfang 2018 öffentlich ausgeschrieben werden. Baubeginn wäre voraussichtlich im April kommenden Jahres. Mitte 2019 sollen die Arbeiten beendet sein, wenn der Zeitplan in dieser Form gehalten werden kann. Gearbeitet wird in vier Bauabschnitten. 

Wer ist betroffen? 

Alle Anwohner des Oesterbergs, im Wesentlichen Mieter der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) und der Baugenossenschaft Halver, ebenso Eigentümer, die dort Häuser erworben haben. Was kostet das Projekt? Im städtischen Haushalt ist der Oesterberg als sogenannte investive Maßnahme enthalten mit Gesamtkosten von zwei Millionen Euro. 1,5 Millionen sind für das kommende Jahr veranschlagt, 0,5 Millionen für den letzten Bauabschnitt in 2019. 

Wer soll das bezahlen? 

Die Neuherstellung ist eine Maßnahme nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG). Das heißt, dass die Anwohner an den Kosten beteiligt sind. Die Mieter der Wohnungsgesellschaften sind nicht betroffen. Die KAG-Maßnahme ist nicht umlagefähig auf die Miete. Größter Kostenträger ist die Stadt Halver selbst, die mit 1,2 Millionen Euro beteiligt ist. 

Was sollten Eigentümer beachten? 

Nach dem Ausschreibungsergebnis wird die Beteiligung errechnet, die sich nach Grundstücksgröße und Geschosszahl richtet. Etwa im Februar wird es möglich sein, verbindliche Ablöseverträge mit der Stadt Halver abzuschließen, die sich nach der entsprechenden Satzung der Stadt Halver richten. Andernfalls erhebt die Stadt etwa ab diesem Zeitraum Vorausleistungen in einer Höhe von 80 Prozent der zu erwartenden Kosten. 

Was könnte wichtig werden? 

Im Rahmen der Maßnahme wird auch der Kanal in der Straße teilsaniert. Auch die Hausanschlüsse, für die die Eigentümer bis zur Straßenmitte verantwortlich sind, sollten in Ordnung sein und würden ansonsten repariert. Auch dafür könnten Kosten auf die Anwohner zukommen. 

Gibt es Besonderheiten beim Abwasser? 

Ja. Bei der Herstellung der Straße, die dann etwas höher liegt als jetzt, wird die Stadt darauf achten, dass das Oberflächenwasser auf den jeweiligen Grundstücken verbleibt und nicht auf die Straße abgeleitet wird, wie es zurzeit der Fall ist. Das betrifft insbesondere größere Garagenhöfe, die dann mit einer eigenen Entwässerung versehen werden müssten. 

Wie wird die Baustelle verkehrstechnisch geregelt? 

In den einzelnen vier Bauabschnitten muss jeweils eine Vollsperrung erfolgen. Verbunden ist das aller Voraussicht nach mit einer Einbahnregelung während der Maßnahme. Ändert sich die Parksituation? Das Parken wird nur noch auf den entsprechend ausgezeichneten Flächen zulässig sein. Das wilde Parken, das zurzeit an der Tagesordnung ist, ist künftig nicht mehr erlaubt – und ist es eigentlich schon jetzt nicht.

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