Rassekaninchen bieten Preisrichtern die Stirn

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Irena Rottschy und Niklas Stache gehören zur Jugendabteilung des Rassekaninchenzuchtvereins. ▪

OBERBRÜGGE ▪ „Guck mal Mama, der hat aber witzige Ohren.“ Begeistert steht ein kleiner Junge vor der Box eines grau-weißen Rassekaninchens mit hängenden Ohren. Der Knirps ist einer von vielen Besuchern, die bei der 58. Lokalschau des Rassekaninchenzuchtvereins W342 Oberbrügge die Gelegenheit nutzten, im Bürgerhaus insgesamt 132 Langohren anzusehen.

Für die Vereinsmitglieder wurde es bereits am Freitag spannend, denn drei Preisrichter aus Iserlohn und Hemer waren nach Oberbrügge gekommen, um die zur Schau gestellten Kaninchen genau in Augenschein zu nehmen. Dabei achteten die Experten je nach Rasse auf Gewicht, Körperform, Typ und Bau, Fellhaar, Kopfbildung, Farbe und Zeichnung sowie auf den Pflegezustand.

Um die maximale Punktzahl zu erreichen musste ein Zwergwidder zum Beispiel 1,5 bis 1,9 Kilogramm wiegen und eine breite, gut entwickelte Schnautzpartie, starke Kinnbacken und eine breite Stirn vorweisen. Als Höchspunktzahl konnte ein Tier 100 Punkte einfahren. Aber “100 Punkte sind nicht zu erreichen“, erklärt Hans-Wilhelm Fastenrath, Vorsitzender des Vereins. Am vergangenen Wochenende habe es einmal 97,5 und dreimal 97 Punkte gegeben.

Die Besucher der 58. Lokalschau bekamen insgesamt 19 Rassen und Farbenschläge zu sehen. Darunter auch 52 Rassekaninchen der Jugendabteilung. „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit unserer Jugendabteilung“, zeigt sich der Pressesprecher des Vereins, Harald Bonkowski erfreut darüber, dass sich auch der Nachwuchs für das zeitintensive Hobby interessiert.

So werden vor jeder Schau die Krallen exakt geschnitten und wird das Fell ausgiebig gebürstet und gekämmt. Schließlich soll alles stimmen. „Die Tiere müssen sich den Preisrichtern präsentieren, müssen stehen, dürfen keine Angst haben und müssen die Hand gewohnt sein“, erklärte Hans-Wilhelm Fastenrath.

Den Rang des erstplatzierten Vereinsmeisters Altzüchter konnte sich schließlich die Zuchtgemeinschaft Grünwald sichern. Sie stellte in der Kategorie Siegertiere Altzüchter auch den besten Rammler. Bei der Jungtiersammlung Altzüchter erreichte die Zuchtgemeinschaft Gohl den besten Platz. Innerhalb der Jugendabteilung präsentierten Kilian Alting und Celine Clever in verschiedenen Kategorien die besten Kaninchen.

Für alle Preisträger gab es Pokale und Urkunden. Die goldene Verdienstnadel des Landesverbandes Westfälischer Rassekaninchenzüchter ging an Ursula und Helmut Grzelska. Das Ehepaar wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Rassekaninchenzuchtverein W342 Oberbrügge geehrt. Peter Holzer jr., Vorsitzender des Kreisverbandes überreichte dem Paar in einem feierlichen Akt die Auszeichnung.

Insbesondere die kleinen Besucher hatten am vergangenen Wochenende viel Spaß, die vielen verschiedenen Kaninchen zu beobachten. Dabei durften sie die Tiere auch streicheln. „Die Kinder wollen immer Kaninchen haben, wenn sie sie hier sehen“, weiß Harald Bonkowski. Besonders beliebt seien dabei die Widder mit den Schlappohren. Nach der Lokalschau in Oberbrügge geht es nun am 1. und 2. Dezember für die Vereinsmitglieder zur Bezirksschau nach Iserlohn-Drüpplingsen. ▪ Von Jana Peuckert

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