Ferienspaß in Oberbrügge: MGV zieht sich nach 20 Jahren zurück

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Dieses Jahr nahmen 70 Kinder beim tierischen Ferienspaß des MGV Oberbrügge teil.

Oberbrügge – Nach 20 Jahren wird sich der MGV Oberbrügge-Ehringhausen aus dem Ferienspaß zurückziehen. Das bedeutet ein großes Loch in der Betreuung von Kindern in den Sommerferien in Halver und Oberbrügge.

Hartmut Clever, Vorsitzender des MGV, hat beim Abschluss am vergangenen Samstag vom Ende des Ferienspaßes, bei dem wieder 70 Kinder mitgemacht haben, berichtet. „Irgendwann ist Schluss“, sagte er. Und damit endet nun eine Ära in der Kinderbetreuung in den Sommerferien. Aber Hartmut Clever ist zuversichtlich, dass das Angebot in ähnlicher Form fortbesteht, wenn 2020 Sentiris die Verantwortung für den Ferienspaß in Oberbrügge übernimmt.

„Irgendwann, nach 20 Jahren, ist mal Ende“, bekräftigte Clever gegenüber unserer Zeitung den Entschluss. „Wir sind im Verein alle nicht mehr die Jüngsten und mit Planung, Durchführung und Verpflegung ist das ein Riesenaufwand.“ Man brauche circa 20 Helfer, um den Ferienspaß in der bisherigen Form durchzuführen, und es werde immer schwieriger, sie zusammenzubekommen.

„Es ist nicht einfach, zu sagen: Wir machen das nicht mehr“, sagt Clever. Denn der Ferienspaß sei mit dem Verein gewachsen. Fast ein Jahr im Voraus seien in den vergangenen Jahren die Anfragen gekommen, Eltern würden sogar ihre Urlaubsplanung nach dem Ferienspaß ausrichten. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht.“

Ins Leben gerufen wurde der Ferienspaß des MGV vom früheren Chorleiter Albert Göken, der früher Ferienspaßangebote für Waisenkinder in Borken organisiert hatte, erinnert sich Clever. Wegen der tollen Räumlichkeiten des Bürgerhauses habe dann auch in Oberbrügge ein solches Angebot angeschoben, dass dann aber allen Kindern offenstand. Schon im ersten Jahr sei der Ferienspaß mit 80 teilnehmenden Kindern sehr erfolgreich gewesen. „Es hat uns immer Spaß gemacht und macht auch noch Spaß“, versichert Clever. „Aber jetzt müssen mal andere an die Front.“

Mit dem Ferienspaß, der vom Märkischen Kreis bezuschusst wird, soll es nach dem Wunsch des MGV weitergehen, allerdings in Verantwortung eines anderen Trägers.

„Es soll kein Loch entstehen und für die Kinder in ähnlicher Form weitergehen“, sagt Clever. Auch von den Helfern aus den Reihen des MGV würde der eine oder andere weiterhin mithelfen, aber die Federführung möchte der Verein an die gemeinnützige Sentiris GmbH abgeben. „Es sieht ganz gut aus“, sagt Clever.

Das bestätigt auch Sentiris-Geschäftsführer Kristian Hamm: „Auch im Sommer 2020 wird es einen Ferienspaß in Oberbrügge geben.“ In diesem und im vergangenen Jahr habe Sentiris jeweils eine Woche Ferienspaß angeboten. „Im nächsten Jahr werden wir zwei Wochen anbieten“, sagt Hamm. „Es soll ein guter Übergang für die Kinder aus Oberbrügge und Halver sein.“ Das Angebot soll dabei allen Kindern offenstehen. „Wir treten dabei in die großen, innovativen, bombastischen Fußstapfen des MGV.“

Erste Gespräche gab es bereits

Das Rad wolle man dabei aber nicht neu erfinden, sondern auch auf das Ferienspaß-Knowhow der MGV-Aktiven setzen, die sich weiterhin beteiligen möchten. „Sie sind gerne weiterhin willkommen“, sagt Hamm.

Auch beim Ferienspaß des MGV, der eine Woche nach dem von Sentiris veranstalteten Programm stattfand, habe Sentiris-Mitarbeiterin Kerstin Herbert in diesem und im vergangenen Jahr mitgeholfen. Gute Kontakte seien also bereits vorhanden und auch erste Gespräche hätten stattgefunden, sagt Hamm.

Unklar sei noch, wie sich die zwei Wochen Ferienspaß aufteilen sollen. Ob diese nahtlos am Stück stattfinden werden oder auf beide Ferienhälften verteilt werden, hänge dabei auch von der Zahl der Kinder und der benötigten Betreuer ab, erklärt Hamm. Beides sei denkbar, ebenso eine unterschiedliche thematische Gestaltung der beiden Wochen mit Ausflügen und Action in der einen Woche und in der anderenmehr Musical und Theater wie beim MGV.

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