Großes Jubiläum

150 Jahre TuS Oberbrügge: Ein Verein in stetem Wandel - großes Party-Wochenende geplant

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Oberbrügge - Der TuS Oberbrügge besteht in diesem Jahr seit 150 Jahren. Dieses Jubiläum nimmt der Verein zum Anlass, eine große Feier auszurichten und zurückzublicken.

Die Gründung des Vereins reicht in die Zeit zurück, als Oberbrügge noch Vollme oder Brügge II hieß. Nunmehr seit 150 Jahren bringt der TuS Oberbrügge – am 1. Juli 1870 von 13 Turnern unter dem Namen Vollmer Turnverein gegründet – Menschen jeden Alters in Bewegung. 

Vom Eltern-Kind-Turnen bis zur Gymnastik Ü60 reicht das vielseitige Angebot des familienfreundlichen, jung gebliebenen Vereins. Der Cross- & Quer-Lauf, den die Oberbrügger bereits zum 30. Mal ausrichten, ist eines der Aushängeschilder des Vereins. 

Große Feier am 21. März

Der Turn- und Sportverein feiert in diesem Jahr außerdem sein rundes Vereinsjubiläum. Am Samstag, 21. März, steigt im Bürgerhaus und in der Turnhalle das große Fest. Auftakt der 150-Jahr-Feier ist ein Klönnachmittag, der um 15 Uhr beginnt. Neben einem offiziellen Teil mit Reden und Grußworten sind ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen sowie eine Präsentation und Ehrungen geplant. 

Zur abendlichen Party, die um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) beginnt, hat der Verein die Band SAM aus Siegen eingeladen. Den Tipp, die Powergruppe für eine ausgelassene Fete zu buchen, erhielt die Vereinsspitze um Peter Seyfried (1. Vorsitzender) und Arndt App (2. Vorsitzender) von Ralli bringt’s, der bei der 150-Jahr-Feier das Catering übernimmt. Der Eintritt ist frei. Getränke und Büfett (ab 19.30 Uhr) zahlt jeder selbst.

Einen Verein im steten Wandel zeigt die im Vereinsjournal „Turbo“ nachzulesende Chronik, die Rainer Förster für das Jubiläum in liebevoller Fleißarbeit zusammengestellt hat. Von den Anfängen bis in die heutige Zeit reicht die detaillierte, aufschlussreiche Historie des Vereins, der am 24. Februar 1934 durch Zusammenschluss des Vollmer Turnvereins mit dem Spiel- und Sportverein Oberbrügge seinen Namen Turn- und Sportverein Oberbrügge 1870 e. V. erhielt. Zwecks Übung im Turnen, Unterhaltung und geselligem Vergnügen – so in den ersten Statuten aus dem Jahr 1875 nachzulesen – hoben die Gründerväter den Verein aus der Taufe. 

Der Crosslauf auf der Ehringhauser Heedheide (1978).

Neue Mitglieder nahmen die Sportler in dieser Zeit nur nach Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder auf. Nichtsdestotrotz zählte der Verein 1897 bereits 234 Mitglieder. Bis 1920 blieb das Turnen ausschließlich Männern vorbehalten. Frauen durften allenfalls an Ausflügen teilnehmen. 1905 tauchen sie in den Protokollen erstmals bei einem Ausflug an die Glörtalsperre auf. Wiederholte Anträge auf Gründung einer Damenabteilung hatten lange keinen Erfolg. Zu ihren Turnstunden nutzten die Sportler die „geräumige Germaniahalle“ (später Hüttebräucker, danach Ehringhauser Krug), wie es in der Chronik heißt. Der 1913/14 angelegte Sportplatz Ehringhausen eröffnete neue Möglichkeiten. Noch kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs richtete der Verein auf dem neuen Platz das 22. Bezirksturnfest aus. 

Erste Damenriege in 1920

Nach langem Hin und Her erhielt der TuS 1920 seine erste Damenriege. Großen Aufschwung nahm die 1927 gegründete Handballriege, die sich schon in der Saison 1929/30 den Bezirksmeistertitel holte. Für Kinder öffnete der Verein 1932 seine Pforten. So gut es ging erhielten die Oberbrügger den Sportbetrieb während der beiden Weltkriege aufrecht. Besonders rege war die Vereinstätigkeit in den 1950er-Jahren. „Bei der männlichen Jugend zeigte sich ein deutlicher Trend zur Leichtathletik, der dem Verein die schönsten Erfolge eingebracht hat“, ist zu lesen. 1956 und 1958 holte sich die Juniorenmannschaft bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund sogar den Westfalenmeister-Titel. 

Leichtathletik gehört bis heute dazu

Leichtathletik gehört bis heute zum breiten Sportangebot. Nicht mehr im Programm sind Fußball und Handball. 65 Fußballer traten 1951 aus, um mit dem FC Oberbrügge einen Nachfolgeverein des Sport- und Spielvereins Oberbrügge zu gründen. Die Handballabteilung schloss sich im Februar 1971 zur Spielgemeinschaft Berkenbaum-Oberbrügge zusammen. Viele weitere Daten und Fakten über Turnfeste, Sportstätten, Sportarten, Wettkämpfe, Jubiläen und Mitgliederzahlen hat Rainer Förster zusammengetragen. 2004 hatte der Verein demnach mit 620 Mitgliedern seinen höchsten Mitgliederstand. 

In den vergangenen vier Jahren ist die Mitgliederzahl von zuletzt 544 wieder auf 580 angewachsen. Wichtig beim Ehrenamt sei, dass die Leute ihre ehrenamtliche Arbeit nicht als Pflichtaufgabe, sondern als Glücksgefühl erleben, sagt Seyfried. „Wenn man die Leute richtig einbindet und die Arbeit auf viele Schultern verteilt, dann macht es Spaß.“

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