Villa Wippermann Halver: Nutzungskonzept vorlegen

Hinsichtlich des Nutzungskonzeptes der Villa Wippermann gibt es noch Beratungsbedarf. - Archivfoto: Finger

Halver - Die Sanierung der Villa Wippermann ist, wie berichtet, beschlossene Sache. Hinsichtlich des Nutzungskonzeptes gibt es aber offensichtlich noch Beratungsbedarf. Das wurde in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am Dienstag deutlich.

Von Det Ruthmann

Obwohl das Gremium eigentlich nicht zuständig ist für diesen Bereich, sondern vielmehr der Kulturausschuss, wurde das Thema ausführlich diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass durchaus unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich eines Nutzungsvertrages bestehen.

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Bürgermeister Dr. Bernd Eicker hatte zuvor erläutert, dass die Gespräche mit dem Heimatverein – der das Regionalmuseum im ersten und im Dachgeschoss betreiben soll – auf einem guten Weg seien und das Konzept fachkundig durch einen Museumsberater des Landschaftsverbandes begleitet werde.

Man plane, so der Bürgermeister weiter, die Entscheidungen für die Nutzung der multifunktionalen Räume im Erdgeschoss auf den Heimatverein zu übertragen. „Das hat bisher auch schon geklappt“, wies Eicker darauf hin, dass es im Heimatmuseum auch andere Veranstaltungen und Ausstellungen gegeben hat.

Natürlich müssten die Bestimmungen für das soziokulturelle Zentrum eingehalten werden. Daher werde es auch einen schriftlichen Nutzungsvertrag geben.

Diesem Ansatz stimmte Dr. Sabine Wallmann (UWG) voll und ganz zu: „Der Heimatverein muss das Museum mit Leben füllen – wie es auch schon jetzt passiert.“ Wenn es Ehrenamtler mit so großem Engagement wie beim Heimatverein gebe, müsse man sie auch in die Pflicht nehmen, denn sonst habe man ein leeres soziokulturelles Zentrum. Wallmann: „Wir sollten die Ehrenamtler nicht vergraulen, sondern einbeziehen.“

Karl-Friedrich Osenberg (Grüne) sprach zwar auch vom „hochgeschätzten Heimatverein, auf den man stolz sein kann“, doch dürfe das Sagen nicht allein beim Verein liegen. Vielmehr müsste gewährleistet sein, dass die Stadt erster Ansprechpartner für Anfragen für Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen in der Villa ist.

Hartmut Wächter schlug schließlich vor, ein Nutzungskonzept dem zuständigen Fachausschuss (Kultur) nach den Sommerferien vorzulegen. Dabei werde man auch die Frage der Kosten für Einrichtung und multimediale Ausstattung beraten müssen, da diese nicht in den Sanierungs- und Umbaukosten enthalten sind. Denn das sei durch den Heimatverein nicht finanzierbar, man müsse ihm Hilfestellung leisten.

„Es wird Gegenstand im Kulturausschusses sein“, betonte Thomas Gehring, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste. Letztlich wurde dem Baubeschluss für die Villa Wippermann der Zusatz hinzugefügt, dass dem Fachausschuss und dem Rat ein Nutzungskonzept in der ersten Sitzung nach den Sommerferien zur Beratung und Verabschiedung vorgelegt wird – dem stimmten die Mitglieder des Gremiums einmütig zu.

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