Notunterkunft schließt im Mai

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Halver - Die Notunterkunft für Flüchtlinge an der Susannenhöhe wird zum 31. Mai 2016 schließen. Das Land Nordrhein-Westfalen habe die einseitige Option auf Verlängerung nicht gezogen, sagt Halvers Bürgermeister Michael Brosch im Gespräch mit come on.

„Wir hätten die Unterkunft gerne fortgeführt, aber derzeit gibt es keine weiteren Zuweisungen“, sagt Brosch, der die Entscheidung nachvollziehen kann. Die Bezirksregierung Arnsberg habe bei der Anzahl ankommender Flüchtlinge „eine totale Entspannung“ vermeldet. Dies hat zur Folge, dass es keinen Bedarf mehr für die Notunterkunft gibt.

Ab Juni Nachholbedarf

Bislang wurden die 150 Flüchtlinge in der Notunterkunft zum Kontingent der zugewiesenen Flüchtlinge gezählt. Ab Juni hat die Stadt also Nachholbedarf. Bei den nächsten Zuweisungen sollen über einen Zeitraum von fünf Monaten zusätzlich zu den regulär ankommenden Flüchtlingen monatlich 30 weitere nach Halver kommen. Brosch kann momentan nur mutmaßen, wann und wie viele Flüchtlinge nach Halver kommen werden. Fest steht: Die Zahl ankommender Flüchtlinge hat nachgelassen, wohl auch, weil die sogenannte Balkan-Route geschlossen wurde. Zudem sei der ländliche Raum bei den Zuweisungen entlastet worden, sagt Brosch.

Zirka 600 Flüchtlinge Ende 2016

„Von allen Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, nimmt das Land Nordrhein-Westfalen etwa 21 Prozent auf. Von 1000 Flüchtlingen kommt gemäß des Verteilungsschlüssels eine Person nach Halver“, sagt Brosch. Seine Prognose für 2016: „Ich gehe davon aus, dass bis Ende des Jahres insgesamt etwa 600 Flüchtlinge in Halver leben werden.“

Die Zahl sei eine Plangröße, nach der entsprechende Maßnahmen getroffen werden müssten. Beispielsweise die Bereitstellung von Wohnraum. „Wir akquirieren momentan. Ziel ist und bleibt dabei die dezentrale Unterbringung, so lange es geht“, sagt der Bürgermeister.

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