Verlängerung für Unterkunft Susannenhöhe?

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Ankunft der Flüchtlinge

Halver - Eine befristete Weiterführung der leerstehenden Schule an der Susannenhöhe als Notunterkunft für Flüchtlinge ist nicht ausgeschlossen.

Entsprechende Überlegungen bestätigte Bürgermeister Michael Brosch auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Bisher lag die Unterkunft in Trägerschaft des Märkischen Kreises nach einem Amtshilfe-Ersuchen durch die Bezirksregierung in Arnsberg.

Betrieben hatten die Malteser die Einrichtung im Auftrag des Kreises. Zum 29. Februar sollte die Notunterkunft auslaufen und das Gebäude an die Stadt Halver zurückgegeben werden. Inzwischen gebe es Signale aus Arnsberg über die Fortführung der Unterkunft.

Die Stadt Halver hätte ein hohes Interesse daran, weil sie erheblich unter Druck gerät, ausreichend Plätze für Flüchtlinge bereitzustellen. 

Anrechnung aufs Kontingent

Die Susannenhöhe ist ausgelegt auf bis zu 150 Bewohner, die zeitweise bis zur Registrierung und Weiterverteilung dort leben. In dieser Höhe werden sie auch auf das Flüchtlingskontingent angerechnet, das Halver laut Bundes- und Landesschlüssel aufnehmen muss. Läuft die Susannenhöhe aus, müssten diese Plätze in einem Zeitraum von fünf Monaten in der Stadt neu geschaffen werden. Genau diese Zahl an Plätzen aber ist es, die Halver in der vorläufigen Hochrechnung für 2016 noch fehlt – selbst wenn man die neuen größeren Unterkünfte wie Hotel Frommann und Marktstraße berücksichtigt.

Wenn aus der Notunterkunft an der Susannenhöhe eine dauerhafte Flüchtlingsunterkunft werden würde, könne man dort nur etwa 80 Personen statt der bisherigen 150 unterbringen. Logistisch wie wirtschaftlich läge daher die Fortführung der Unterkunft Susannenhöhe in der derzeitigen Form im Interesse Halvers, machte Brosch deutlich, der sich einen Zeitgewinn durch die Übernahme erhofft.

Politische Abstimmung

Für den Betrieb der Unterkunft springt das Land zudem finanziell in vollem Umfang ein. Eine Entscheidung sei konkret allerdings noch nicht gefallen, sagte Brosch. Auch die politische Abstimmung müsse nun sehr kurzfristig erfolgen. Die Nachbarstadt Lüdenscheid ist von der Halveraner Entwicklung nicht berührt. Dort gilt nach wie vor, dass die Turnhalle der Berufsschulen am Raithelplatz zum Monatsende an den Märkischen Kreis als Schulträger zurückgegeben wird.

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