Nottreppe bleibt stehen

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Die Nottreppe am Rathausgebäude ist kein optischer Leckerbissen, aber baurechtlich notwendig. ▪

HALVER ▪ Das mehr als 100 Jahre alte Rathaus wird weiterhin von einem Provisorium „geschmückt“. Und daran ändert sich in diesem Jahr voraussichtlich nichts mehr, wie Bau-Fachbereichsmitarbeiter Michael Schmidt im AA-Gespräch prognostiziert. „Die Treppe bleibt uns erhalten.“

Um aber die Brandschutzauflagen zu erfüllen, soll eine neue Brandmeldeanlage eingebaut werden. Dies kompensiert die bauordnungsrechtlichen Baumängel. Hinzu kommen noch zusätzliche Brandschutztüren. „Momentan sind wir noch dabei, die Brandmeldeanlage zu projektieren.“ Sobald die Kämmerei, voraussichtlich in der nächsten Woche, grünes Licht gibt, werden Angebote für die Maßnahme eingeholt.

Für die Brandschutzmaßnahmen sind im Haushalt 50 000 Euro eingestellt, mit denen zumindest gewährleistet werden soll, dass die Verwaltung im Gebäude baurechtlich auf der sicheren Seite ist.

Der Zeitplan sieht in etwa vor, dass im Herbst dieses Jahres die Maßnahme erfolgen soll. Nach dem Einbau der Brandschutztüren und der Installation von Brandmeldern wird am historischen Gebäude an der Thomasstraße aber weiter die Nottreppe stehen. Wann sich daran etwas ändern wird, mag Schmidt nicht beurteilen. Wie berichtet, ist dies auch eine politische Entscheidung. Bekanntlich war im Rahmen der Konjunkturpaket II-Maßnahmen ein Anbau ans Rathaus samt eines Aufzugs und einer Treppe an dem Gebäude vorgeschlagen worden, was aber keine politische Mehrheit fand. Die Kosten für das Provisorium halten sich in Grenzen. So würden laut Bau-Fachbereichsmitarbeiter 2500 Euro Miete im Jahr für das Gerüst anfallen. ▪ Von Marco Fraune

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