Notärzte und Feuerwehr trainieren Absprachen

Jeder Rettungshandgriff muss sitzen. Zur Not muss das Inventar des Unfallwagens schnell entfernt werden. ▪ Finger

HALVER ▪ „Voneinander und miteinander lernen – so lautete das Motto am Samstag auf dem Gelände des Gerätehauses. Die Halveraner Feuerwehr hatte zusammen mit dem Feuerwehrkreisverband als Schirmherr rund 50 Einsatzkräfte aus dem ganzen Märkischen Kreis zu Gast. Dr. Dirk Wierich (ärztlicher Rettungsleiter des Märkischen Kreises) sowie sein Stellvertreter Ralf Wenenroth kamen ebenfalls zum Einsatzort.

„Wir sind das erste Mal städte- und gemeindeübergreifend zusammen gekommen, um die Zusammenarbeit der Rettungskräfte zu optimieren. Es ist nicht selten, dass es dringende Einsätze am Rand der Städte gibt und somit Ärzte und Feuerwehrleute aus zwei verschiedenen Städten gemeinsam am Unfallort zusammen arbeiten müssen“, erklärte Stefan Czarkowski, Leiter der Feuerwehr Halver. „Die Verzahnung der Einsatzkräfte im Notfall ist noch nicht optimal genug, sodass wir hier gemeinsam an den wichtigen Details trainieren wollen.“ Ein Abgleich der teilnehmenden Einsatzkräfte der verschiedenen Städte – unter anderem Altena, Kierspe, Lüdenscheid und Neuenrade – und der Austausch von technischen Kenntnissen und Erfahrungen soll die Zusammenarbeit in Zukunft stärken. Czarkowski: „Wir wollen auch bewusst zu Diskussionen untereinander anregen, damit wir bessere Wege bei Ernstfällen bestreiten können.“

Der Tagesablauf für die Notärzte und Feuerwehrmitarbeiter aus dem Märkischen Kreis begann am Vormittag im Gebäude mit der Theorie und den Grundlagen bei Not- und Unfalleinsätzen. Erfahrungen und Erlebtes wurden ausgetauscht, um gegenseitig vom Erfahrungsreichtum zu profitieren. Zudem zeigte die Halveraner Feuerwehr eine Dokumentation über die Wettkämpfe, an denen die Einsatztruppe in der Vergangenheit erfolgreich teilgenommen hatte als Anschauungsmaterial.

Nach der Mittagspause ging es auf den Vorplatz des Gerätehauses. Hier sollten praxisnah in verschiedenen Teams an vier aufgebauten Stationen unterschiedliche Ernstfälle geprobt und die Zusammenarbeit optimiert werden. „Während der geprobten Rettungsmaßnahmen werden diese auch von den Teilnehmern selbst dokumentiert. Diesen folgt eine Rekapitulation und eine Analyse der Vorgehensweise. Diese baut aufeinander auf und zieht sich somit wie ein roter Faden“, erläuterte Czarkowski die praktischen Außenbereichsübungen.

Die Veranstalter hoffen, durch die Übung eine Initialzündung entfacht zu haben, sodass das Projekt zwar das erste, aber nicht das letzte Mal stattgefunden hat. „Halver bot sich dank der Logistik und dem modernen Bau als Veranstaltungsort an. Wir sind für die Zukunft gerne bereit, wieder als Übungsort zu fungieren.“ Es sei aber auch möglich, dass die Veranstaltung an einem anderen Ort im Märkischen Kreis stattfinden könne. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der gemeinsame Austausch von Theorie und Praxis jedem für zukünftige Einsätze helfen wird. ▪ Benjamin Finger

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