„Kein Anlass zur Panik“

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In der Unterkunft an der Susannenhöhe wurden in der Vergangenheit zwei Tuberkulose-Fälle festgestellt - aber nicht in der gefährlicheren offenen Form der Erkrankung.

Halver/Märkischer Kreis - „Es besteht kein Anlass zur Panik für die Nachbarn der Unterkünfte.“ Das stellt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, nach der Diagnose von zwei Norovirus-Fällen in Lüdenscheid klar.

Am Dienstag hatte das Gesundheitsamt des Kreises einen Transferstopp für die mit 147 Flüchtlingen belegte Einrichtung in Lüdenscheid am Raithelplatz verfügt. Nach zwei labormedizinischen Nachweisen über die Erkrankung, die mit Erbrechen und Durchfall einhergeht, soll mit dem Transferstopp verhindert werden, dass die Flüchtlinge die Krankheit in andere Einrichtungen weitertragen.

Transferstopp bis 29. Dezember

Dieser Transferstopp gilt bis zum 29. Dezember. Auch in Meinerzhagen an der Bergstraße wurde durch den Kreis zu dieser Regelung gegriffen, nachdem ein Fall von Windpocken aufgetreten war. Vergleichbare Fälle für die Susannenhöhe gebe es jedoch nicht, stellt Klein auf Anfrage klar. In der Vergangenheit habe man zwei Fälle von Tuberkulose, allerdings nicht in offener Form, diagnostiziert. Auch in diesen Fällen reagiere der Kreis wie bei anderen infektiösen und meldepflichtigen Erkrankungen. Wer entsprechende Symptome zeige, dürfe die Einrichtung nicht verlassen. Quarantäneräume sind dort vorhanden.

Keine Gefahr für Anwohner und Passanten

Bei Noroviren bestehe Ansteckungsgefahr über den direkten Kontakt mit Fäkalien. Es bestehe für Anwohner und Passanten aber keine Gefahr sich anzustecken, stellt auch der zuständige Fachbereichsleiter beim Märkischen Kreis, Volker Schmidt fest. Grundsätzlich könnten solche Erkrankungen auch in anderen Einrichtngen auftreten, in denen viele Menschen leben. Ähnliches passiere auch regelmäßig in Senioreneinrichtungen. Auch Kitas würden nach solchen Vorkommnissen geschlossen, so Klein.

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