Nicolai-Kirche: Gemeinde richtet Spendenkonto ein

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Die Schäden am Dach der Nicolai-Kirche sind größer als bislang angenommen.

HALVER - Die Evangelische Kirchengemeinde steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Denn: Die Schäden an der Nicolai-Kirche sind größer als bisher angenommen.

Von Kerstin Zacharias

Nachdem in der vergangenen Woche – wie berichtet – die Dachpfetten frei gelegt worden waren, nahmen Architektin Cathrin Brückmann, ein Statiker sowie eine Fachfrau des Amtes für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Schäden am Donnerstagnachmittag genauer unter die Lupe – und stellten fest: „Die Fußpfetten müssen auf beiden Seiten der Kirche komplett ausgetauscht werden, um die Standsicherheit des Daches weiterhin zu gewährleisten“, erklärt Brückmann im Gespräch mit unserer Zeitung.

Doch diese Dachbalken, auf denen das Dach aufliegt, seien nur ein Teil des Problems, denn im Rahmen der Begutachtung seien weitere Schäden aufgetaucht, die so vorher nicht zu erkennen waren. „Und für die auch niemand etwas kann“, betont die Architektin, dass sich niemand etwas zu Schulden hat kommen lassen.

Um den Schaden im Zusammenhang prüfen zu können, werde das Dach punktuell geöffnet, also unter anderem die Schieferplatten entfernt, um die weiteren Schäden ausmachen zu können. „Und erst dann werden wir auch einen vollständigen Sanierungsplan vorlegen können“, erklärt die Architektin und betont: „Fest steht, dass es sich um Schäden handelt, die man auf jeden Fall reparieren kann. Allerdings ist dies natürlich sehr aufwändig und nicht billig.“

Zum jetzigen Zeitpunkt stellen sich die Verantwortlichen der Kirchengemeinde auf einen größeren sechsstelligen Geldbetrag ein – eine Summe die die Kirchengemeinde in keinem Fall allein stemmen kann. Wie Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums, auf Anfrage bestätigt, haben die Verantwortlichen daher ein Spendenkonto eingerichtet und bitten um Unterstützung für das Gotteshaus. Und auch Architektin Cathrin Brückmann hofft, dass sich viele Halveraner, auch wenn sie vielleicht nicht jeden Sonntag in den Gottesdienst gehen, mit der Kirche verbunden fühlen. „Denn viele hängen ja auch an der Kirche.“

Hinsichtlich des Zeitplans seien die Verantwortlichen bemüht, so schnell wie möglich einen Sanierungsplan aufzustellen und mit den Arbeiten beginnen zu können. „Das ist natürlich auch witterungsabhängig, aber im Moment sieht es ja ganz gut aus“, so Brückmann. Sobald die statische Sicherheit wiederhergestellt ist, werde es auch möglich sein, in die Kirche zurückzukehren – „auch wenn dann noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind.“ Bis dato finden die Gottesdienste, wie berichtet, in der Friedhofskapelle des evangelischen Friedhofs statt – und zwar zur gewohnten Zeit um 10 Uhr, an jedem zweiten Sonntag im Monat um 11.15 Uhr. Ein Fahrdienst ist eingerichtet und startet jeweils um 9.40 Uhr vor dem Gemeindehaus am Kirchplatz.   ‘ Kommentar

Wer die Sanierung der Nicolai-Kirche finanziell unterstützen möchte, dem steht das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde, Konto-Nummer 39 15 81 bei der Sparkasse Lüdenscheid, BLZ 45850005, IBAN DE81 4585 0005 0000 3915 81 zur Verfügung. Bei Angabe von Name und Anschrift werden auch Zuwendungsbestätigungen erteilt.

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