Halveraner Neujahrsempfang mit Musik und Bildern

Zum Neujahrsempfang der Stadt kamen gestern zahlreiche Halveraner: Ein Höhepunkt war auch diesmal der Jahresrückblick in Bildern, den Nicole Schmies und Andrea Reich mit Bildern des Allgemeinen Anzeigers gestaltet hatten. - Diederich

Halver - Bewegende Musik, bewegende Bilder, aber vor allem bewegende Worte prägten am Sonntag den Neujahrsempfang der Stadt Halver in der Aula der Realschule. Und zwar die Worte von Johann Schick. Der Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Bever verlieh jenen eine Stimme, die nicht immer im Fokus förmlicher Veranstaltungen stehen: Asylbewerbern und Flüchtlingen.

Sie wohnen in den Unterkünften am Bahnweg und bangen um ihre Zukunft. Sie sind aus ihren Heimatländern geflohen und hoffen, in Sicherheit und Frieden leben zu können. „Viele dieser Menschen haben Traumatisches erlebt. Gehen wir auf sie zu und hören ihnen einfach zu“, appellierte Johann Schick an die Gäste. Sie hätten unglaubliche Geschichten erlebt. Es seien tolle Menschen, beeindruckende Menschen. Der Pastor der Freien evangelischen Gemeinde warb für mehr Nächstenliebe und ein respektvolles Miteinander.

Seit fünf Jahren lebt er nun in Halver und für ihn sei die Stadt wie ein großer Blumenstrauß. Ein Strauß aus unterschiedlichen Menschen, die dennoch eine Einheit bilden. „Ich habe es selten erlebt, dass Menschen so gut gemeinsam miteinander leben können - von Tadschiken bis Ur-Halveranern. Und so warb er dafür, dass sich die Menschen weiterhin für Gemeinschaft, gegenseitige Annahme und Integration stark machen.

Neujahrsempfang der Stadt Halver

Auf Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben, setzte auch Bürgermeister Bernd Eicker in seiner Ansprache. Er zitierte den Namensgeber der Humboldtstraße, Wilhelm Humboldt, und zog damit eine Parallele zum Leben in Halver. Dass es eben auch hier die Menschen und ihre Verbindungen seien, die Halver ihren Wert geben. Er blickte auf einen üppig gefüllten Terminkalender zurück - denn „es war wieder richtig viel los“. Er lobte zudem das Engagement der ehrenamtlich Aktiven, gratulierte Werner Turck nochmals zum Bundesverdienstkreuz und verriet, wie Halver sich in diesem Jahr entwickeln wird: Mit der Fertigstellung der Schieferhäuser werde das Stadtbild aufgewertet - dazu komme ein Café mit Außengastronomie. Das barrierefreie Rathaus, den neuen Stadtpark und das Regionalmuseum in der Villa Wippermann listete das Stadtoberhaupt ebenfalls auf. Zum Thema „Schullandschaft“ bezog Eicker ebenso Stellung. „Ich bin mir sicher, dass die neue Humboldtschule allen Kindern den für sie passenden Abschluss sichern kann.“

Für das Rahmenprogramm sorgten die jungen Pianisten Jasmin Giesler, Celine Hamm und Jonas Steinbach mit ihrer Lehrerin Elisabeth Manns von der Musikschule Volmetal. Ein Höhepunkt war auch diesmal der Jahresrückblick in Bildern, den Nicole Schmies und Andrea Reich mit Bildern des Allgemeinen Anzeigers gestaltet hatten. Die Klassen 7b und 7c der Realschule versorgten die Gäste indes mit Getränken und diversen Snacks. Auch die Sternsinger kamen traditionell zum Spendensammeln. Überraschend meldeten sich am Sonntag Pfarrer Martin Pogorzelski und Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums, von der evangelischen Kirchengemeinde zu Wort. Sie nutzten den Empfang, um sich bei den vielen Spendern und Unterstützern zu bedanken, die alle zur Sanierung der Nicolai-Kirche beigetragen hätten. Sie kündigten Benefizveranstaltungen an.

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