Abschied vom Bethanien-Pastor

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Gerhard Mosner (links) bekommt eine Auszeichnung von Matthias Ruf, Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk Bethanien, überreicht.

Halver - Beim Gottesdienst mit anschließendem Neujahrsempfang im Seniorenzentrum Bethanien stand am Samstag die Verabschiedung von Pastor Gerhard Mosner, der in Rente geht, sowie die Einführung seines Nachfolgers Peter Bernshausen im Mittelpunkt.

Dementsprechend groß war die Resonanz bei den Bewohnern des Seniorenzentrums, die nicht nur die Kapelle der Einrichtung füllten, sondern den Gottesdienst zum Teil auch über die Bildschirme in ihren Zimmern aus mitverfolgten, sofern sie nicht persönlich dabei sein konnten. 

Ulrich Kühn, Krankenhaus-Seelsorger in Solingen, erklärte an diesem Vormittag im Rahmen seiner Verkündung, dass es die Aufgabe eines Seelsorgers sei, Verlorene zu suchen, Verirrte zum Glauben zurückzubringen, Schwache zu stärken und Starken Orientierung zu geben. „Schau auf die Menschen und auf Gottes Wort“ - diesen Ratschlag gab Ulrich Kühn Peter Bernshausen für seine zukünftige Arbeit mit auf den Weg.

Im Rahmen eines Interviews, das Carsten Guentner, Leiter des begleitenden Dienstes im Seniorenzentrum Bethanien, mit dem scheidenden sowie dem neuen Seelsorger der Einrichtung führte, berichtete Gerhard Mosner zunächst aus seiner 11-jährigen Tätigkeit für das Seniorenzentrum Bethanien. In dieser Zeit habe er viel Schönes, aber auch Schreckliches erlebt. „Am meisten hat mich unter anderem die Frage bewegt, was man für Menschen in ihrer letzten Lebensphase tun kann“, sagt Mosner.

In diesem Zusammenhang setzte er sich mit dem Konzept Palliative Care auseinander. Auf welche Dinge er sich in seinem zukünftigen Ruhestand am meisten freue, wollte Carsten Guentner wissen. „Neben der Gemeindearbeit in der Freien evangelischen Gemeinde in Radevormwald werde ich verstärkt meinem Hobby, dem Snooker, nachgehen“, erklärte Gerhard Mosner. Darüber hinaus habe er sich für einen Englischkurs an der Volkshochschule angemeldet. 

Die Sicherheit bei der Tätigkeit ist wichtig 

Sein Nachfolger Peter Bernshausen erzählte den Zuhörern im Anschluss von seinem beruflichen Werdegang. „Zunächst arbeitete ich als Beamter des gehobenen Dienstes in Hessen“, sagt Bernshausen. Insbesondere die Sicherheit sei ihm bei dieser Tätigkeit wichtig gewesen. Erst später beschloss er, Theologie zu studieren und in den vollzeitlichen Gemeindedienst zu gehen. „An meiner neuen Aufgabe hier im Seniorenzentrum Bethanien reizt mich die Kombination verschiedener Disziplinen zum Wohl der Menschen“, erklärte Bernshausen. #

Interview mit den Pastoren: Carsten Guentner (rechts) führte die Gespräche.

„Im Rahmen der Seelsorge die Lebensgeschichten von Menschen zu hören ist spannend, aber auch auf die Verkündigung bei Morgenandachten und Gottesdiensten freue ich mich sehr.“ Grußworte im Rahmen des Gottesdienstes sprachen Matthias Ruf, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Bethanien als Träger des Seniorenzentrums, Einrichtungsleiterin Claudia Rübsam sowie Horst-Wilhelm Klauke als Vorsitzender des Bewohner-Beirates, der dem scheidenden Seelsorger Gerhard Mosner ein Geschenk von allen drei Stationen der Einrichtung überreichte. 

Matthias Ruf übergab zudem an Gerhard Mosner eine Urkunde anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums als Pastor im Bund freier evangelischer Gemeinden. Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes zeichneten Gert Willi Heldt (Piano) und Kerstin Horch (Gesang) verantwortlich. Nach dem Gottesdienst schloss sich noch ein Neujahrsempfang im Foyer der Einrichtung an.

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