Neues Presbyterium: Acht Kandidaten für acht Stellen

In der Evangelischen Kirchengemeinde in Oberbrügge müssen die Gemeindeglieder nicht zur Urne schreiten.

OBERBRÜGGE ▪ Während die bevorstehende Presbyterwahl in der Evangelischen Kirchengemeinde Halver im Vorfeld für Unruhe gesorgt hat (wir berichteten), können die Protestanten in Oberbrügge gelassen dem angesetzten Wahltermin am 5. Februar entgegen sehen: Denn wie der Kirchenvorstand gestern mitteilte, findet am Glockenweg in diesem Jahr keine Wahl des Presbyteriums statt.

„Da sich auf die acht Presbyterstellen genau acht Kandidatinnen und Kandidaten beworben haben, gelten diese als gewählt“, heißt es aus der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbrügge. Das neue Presbyterium, das am 26. Februar in einem feierlichen Gottesdienst eingeführt werden soll, will sich am 5. Februar im Rahmen eines Kirchenkaffees der Gemeinde vorstellen. Es setzt sich zusammen aus:

Gitta Brozio (41 Jahre), ist seit ihrer Geburt Oberbrüggerin und arbeitet als gelernte Erzieherin in einer Kindertageseinrichtung in Halver. Im Laufe der Zeit habe sie sich in verschiedenen Bereichen des Gemeindelebens eingebracht, wie es von Seiten der Gemeinde heißt. Seit einigen Jahren spiele sie als einzige Frau im Posaunenchor.

Gerlinde Gebauer(62 Jahre) hat vier Töchter und vier Enkelkinder und engagiere sich an den unterschiedlichsten Stellen in der Gemeinde, un-ter anderem im Gottesdienstvorbereitungsteam und beim Sommerkaffee. „Ihr liegt am Herzen, dass die Gemeinde erhalten bleibt und sich möglichst viele Menschen in der Gemeinde einbringen.“

Petra Groß (51 Jahre) hat drei Kinder und ist Diplom-Sozialarbeiterin und Arbeitsvermittlerin. Sie wohnt seit 13 Jahren mit ihrer Familie in Oberbrügge und beteilige sich seither aktiv am Gemeindeleben, unter anderem durch mehrjährige Mitarbeit im Kinderabenteuerland, als Diakoniesammlerin und im Wäscheteam. Sie wolle dazu beitragen, dass die Gemeinde ein „fröhliches Zuhause“ bleibt. Weiter sei ihr wichtig, dass trotz der finanziellen Probleme der diakonische Auftrag der Kirche nicht vernachlässigt wird.

Günther Hösch (62 Jahre) hat zwei Kinder und ist selbständiger Bankkaufmann. Seit drei Jahren ist er erster Vorsitzender des Fördervereins. Als Presbyter will er sich besonders um die Finanzen der Kirchengemeinde kümmern. Darüber hinaus wolle er mithelfen, dass mehr „Schwung“ ins Gemeindeleben kommt. Dazu zähle auch die Zusammenarbeit mit den Oberbrügger Vereinen. Seiner Meinung nach sind die Zeiten der „Vollkaskokirche“ vorbei. Wenn die Kirche im Dorf bleiben soll, müssten alle mit anpacken – „mit Herz, Hand und Portemonnaie“.

Antje Neumann (50 Jahre) hat drei Kinder, ist Lehrerin an der Ganztagsschule in Halver und engagiere sich in der Gemeinde seit vielen Jahren, beispielsweise in den Projekten des Fördervereins oder im Gottesdienstvorbereitungsteam. Daneben nehme sie gerne an den „Wüstentagen“ teil. Wichtig ist ihr ein buntes Gemeindeleben für alle Generationen.

Roland Pfeiffer (57 Jahre) hat zwei erwachsene Kinder, ist Diplom-Ingenieur und arbeitet als freier Landschaftsarchitekt. Seine Kenntnisse und Erfahrungen aus zwölf Jahren Mitgliedschaft im Presbyterium und als Kirchmeister will er weiterhin einsetzen, damit die Gemeinde ein „lebendiges und fröhliches Zuhause unter dem Wort Gottes“ für alle Gemeindeglieder auch in schwierigen Zeiten bleibt. Pfeiffer wolle den Bestand der Gemeinde sichern sowie die Entwicklung der Gemeinde und das Engagement Einzelner unter Eigenverantwortung fördern. Dabei liegen ihm vor allem die baulichen Belange der Liegenschaften und die hierfür notwendige energetische Optimierung am Herzen.

Dagmar Pioch (55 Jahre) hat zwei Kinder und bringe sich seit Jahren ehrenamtliche in die Gemeinde ein – unter anderem im Vorstand des Fördervereins. Ihr sei wichtig, dass „Kirche vor Ort“ erhalten bleibt. Im Presbyterium möchte sie sich schwerpunktmäßig um die Kinder- und Jugendarbeit kümmern, da sie darin die Zukunft der Gemeinde sieht.

Karin Rosinski (48 Jahre) hat zwei Kinder, ist Diplom-Betriebswirtin und lebt seit elf Jahren in Ehringhausen. Sie sang aktiv im Oberbrügger Kirchenchor mit und führt seit mehreren Jahren durch das Programm des alljährlich stattfindenden Adventskonzertes. ▪ zach

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