Neues Betreuungskonzept besteht den Härtetest

Patrick Kleuser, Christian Zies und Andre Trimpop (von links) testeten mit den weiteren Kräften das neue Konzept. ▪ Fraune

HALVER ▪ Das neu entworfene Konzept für die Notfall-Betreuung in Halver hat funktioniert. Dieses positive Fazit haben gestern Mittag die Verantwortlichen des Deutschen Roten Kreuzes Halver nach einer dreieinhalbstündigen Übung gezogen. Gemeinsam mit den DRK-Einheiten aus Schalksmühle, Kierspe, Radevormwald und Wipperfürth sowie dem städtischen Ordnungsamt und dem Notfallseelsorger Ulrich Schreiber überprüften die Helfer ihren Plan, an dem zuvor rund neun Monate lang gefeilt wurde.

Nachdem das erste Konzept verworfen werden musste, zeigte sich DRK-Vorsitzender Andre Trimpop gestern zufrieden mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Übung, an der insgesamt 20 Einsatzkräfte teilnahmen. Statt im neuen DRK-Heim an der Thomasstraße sollen nun im Notfall zu Betreuende im alten DRK-Heim an der Von-Vincke-Straße sowie zusätzlich in der Altentagesstätte unterkommen. Die Gebäude würden über die Stadt kurzfristig zur Verfügung stehen, die Hauptstraße könnte während der Einsatzzeit mit einer Einbahnstraßenregelung versehen werden. Im Konzept werden drei Szenarien unterschieden: Bis zu zehn Menschen müssen beispielsweise aufgrund eines Wohnungsbrandes betreut werden, in einem zweiten Fall sind es bis zu 25 Personen und im schlimmsten Szenario sogar ab 25 Personen. Dabei wird im Fall der Fälle gezielt auf die Bedürfnisse von Babys, Kindern, Erwachsenen oder auch Senioren eingegangen, wobei sich im Rahmen der Übung herausstellte, dass bei den älteren Menschen noch gezieltere Vorsorge zu treffen ist. Insgesamt klappte alles aber sehr gut, wie Trimpop weiß. „Das theoretische Konzept der Raumaufteilung hat optimal funktioniert.“ Und der stellvertretende Rotkreuzleiter Christian Zies ergänzte, dass sogar weniger Raumaufwand als ursprünglich gedacht unterm Strich benötigt werde. „Wir können kompakter arbeiten.“

Vor der Übung musste eine Menge Vorarbeit geleistet werden. So können die Rotkreuzler nun auch auf neue Zulieferer von Essen und Getränken bauen. Der Frische- und Getränkemarkt Offermann aus Kreuzberg würde Getränke und Lebensmittel sofort liefern, Draut aus Halver könnte innerhalb weniger Stunden zudem die Warmverpflegung gewährleisten. „So müssen wir nicht alles vorhalten“, freuen sich die Rotkreuzler über die Unterstützung. Doch nicht nur das Rote Kreuz kann nun mit dem neuen Konzept im Ernstfall schnell handeln. Die Pläne könnten auch anderen Helfern bei einem Ernstfall in Halver zur Verfügung gestellt werden. Klar ist aber: Es geht nur eine kurzfristige Unterbringung. ▪ Marco Fraune

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