Neuer Standort für Weihnachtsmarkt im Gespräch

HALVER ▪ Der Weihnachtsmarkt könnte bereits in diesem Jahr an einem anderen Ort stattfinden: Olaf Panne erklärte im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Initiative „Pro Halver“, dass es in naher Zukunft Gespräche gebe, in der sich gleich drei Seiten mit einer möglichen Verlegung beschäftigen: der Heimatverein als aktueller Veranstalter, der Verein „Naturbühne Alter Markt“ und eben die Initiative.

„Allerdings müssen noch viele Details geklärt werden“, so Panne. Fraglich sei etwa, ob der Aufbau der einzelnen Buden logistisch überhaupt realisierbar ist. „Während zuletzt einige Betreiber ihren Stand bereits am Montag am Kulturbahnhof aufbauen konnten, wäre das an der Frankfurter Straße nicht mehr möglich“, räumte der Initiative-Geschäftsführer ein. Und auch der Saal des Kulturbahnhofs, in dem die Krippenausstellung zu sehen ist, sei eigentlich unverzichtbar – wenn nicht eine geeignete Alternative im Ortskern gefunden wird. So wurde am Mittwoch auch die Nutzung leer stehender Geschäftsflächen an der Frankfurter Straße in Erwägung gezogen.

Der Verein „Naturbühne Alter Markt“ würde sich über eine Verlagerung des Weihnachtsmarktes in jedem Fall freuen, das machte dessen Sprecher Matthias Clever auf AA-Anfrage deutlich: „Wir haben den Umzug angestoßen, weil der Markt unserer Meinung nach in die Stadt gehört.“ Durch die Verlagerung würde schließlich auch die Naturbühne selbst in das Geschehen mit eingebunden. In den vergangenen beiden Jahren bot der Verein bekanntlich einen Adventsmarkt an, der auf diese Weise expandieren könnte.

Reinhard Neuhaus, seit Jahrzehnten mit der Organisation des Marktes am Kulturbahnhof betraut, betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass der Heimatverein einer Verlegung grundsätzlich nicht im Wege stehen werde. Er hofft aber auch, dass die Standbetreiber dem „neuen“ Weihnachtsmarkt auch am neuen Standort treu bleiben. Einige hätten das Thema in einzelnen Gesprächen zuletzt kritisch gesehen.

Wie es heißt, soll die Federführung des Marktes in den bevorstehenden Beratungen ebenso Thema sein, wie weitere logistische und verkehrstechnische Fragen. Ob dieser erneute Anlauf, den Weihnachtsmarkt auf die Frankfurter Straße zu holen, mehr Erfolg haben wird als in den vergangenen Jahren, bleibt spannend: „Wir haben uns da schon öfter eine blutige Nase gelaufen“, hieß es von einzelnen „Pro Halver“-Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch. ▪ Frank Zacharias

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