Kita-Landschaft in Halver

Klares Ja zum Kita-Projekt - und weiterer Standort an Susannenhöhe?

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Die Schule an der Susannenhöhe könnte ein Standort für eine weitere Kita sein.

Halver - Ein klares Ja zum Kindergartenprojekt der Stadt für die Arbeiterwohlfahrt am Schulzentrum – so lautet das Votum im Fachausschuss für Bildung und Jugend.

Auch der Schulausschuss befürwortet den Neubau der Awo-Kindertagesstätte und des Familienzentrums Wundertüte auf dem früheren Sportplatz an der Ganztagsschule. Voraussetzung aus Sicht aller Beteiligten ist aber ein Verkehrskonzept für den Bring- und Holverkehr der benachbarten Schulen und der neuen Einrichtung, die bis zu 120 Kindern Platz bieten könnte. 

Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Awo sich von der bisherigen Einrichtung an der Weststraße trennen will, die baulich in die Jahre gekommen ist und auf lange Sicht nicht mehr nutzbar sein wird. Überlegungen, eine neue Kita am Hügel zu bauen, die die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle errichtet hätte, hatten sich vor der Sommerpause zerschlagen. 

Wegfall der WHS im Kita-Projekt

Mit Beginn der letzten Sitzungsperiode im Ausschuss für Kultur, Soziales und Sport war öffentlich geworden, dass sich die Stadt als Investor auf der eigenen Fläche am Schulzentrum anbieten würde. Eine Investition von 3,5 Millionen Euro wäre erforderlich, um möglichst zügig, im Idealfall zum Kindergartenjahr 2021/2022 eine neue Kita in Betrieb nehmen zu können und auch die Flächen des Außengeländes und der nötigen Stellplätze herzurichten. 

Nachteil wäre allerdings aus Sicht von Reiner Klausing, Schulleiter der Humboldtschule, dass der Platz als Sportfläche für die benachbarten drei Schulen wegfallen würde. Regenbogenschule, Anne-Frank-Gymnasium und Humboldtschule nutzen nach Angaben Klausings den Platz nach wie vor für Außensport. 

Eine Kompensation könne aber durch die Nutzung der Kleinfeld-Sportplätze und der 100-Meter-Laufbahn erfolgen, argumentiert hingegen Kai Hellmann, zuständig für Schulfragen im Halveraner Rathaus. Dass die neue Kita unverzichtbar sei, war insgesamt aber klare Meinung im Ausschuss. Und die Überlegungen reichen in der Politik noch deutlich weiter. Denn der Neubau würde die alte Kita zahlenmäßig zwar mehr als ersetzen, trotzdem bleibe es an einer weiter eklatanten Unterversorgung bei der Unterbringung von Kindern von unter und über drei Jahren. 

Nachdenken über zusätzliche Einrichtung

Parallel zum Neubau müsse man unter Umständen über eine zusätzliche Einrichtung nachdenken, sagte Ausschussvorsitzender Werner Lemmert und brachte eine weitere städtische Immobilie ins Gespräch: die leerstehende frühere Förderschule an der Susannenhöhe in Oeckinghausen. Dort könnte unter Umständen eine Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schalksmühle anbieten, so seine Idee. Von Interesse könnte das auch für die zahlreichen angrenzenden Unternehmen im benachbarten Gewerbegebiet und deren Mitarbeiter sein, überlegt Lemmert.

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